Österreich unter den Top 6 Windländern in der EU

Mit dem Windkraftausbau von 411 MW Windkraftleistung erreichte Österreich den sechsten Platz in der EU.

(WK-intern) – Erstmals überholt die Windkraft die Atomkraft an errichteter Leistung in Europa.

In Summe wurden letztes Jahr knapp 11.800 MW Windkraftleistung errichtet und rund 16 Mrd. Euro mit dem Windkraftausbau investiert.

„Der Windkraftausbau konzentriert sich auf jene Länder in denen stabile Rahmenbedingungen herrschen.“, erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt: „Leider schreitet die Energiewende nicht wegen sondern trotz der aktuellen EU-Politik in Europa voran.“

Im Jahr 2014 wurden in der EU 11.791,4 MW Windkraftleistung errichtet. In Summe stehen jetzt Windräder mit einer Gesamtleistung von 128.751,4 MW in der EU. Rund 16 Mrd. Euro wurden 2014 in den Ausbau der Windenergie investiert. „Allein in Österreich wurden im Jahr 2014 680 Mio. Euro in den Windenergieausbau investiert“, erklärt Moidl und ergänzt: „Der schlechten allgemeinen wirtschaftlichen Lage zum Trotz ist die Windenergie in Europa weiterhin auf Ausbaukurs.“

Durch den kontinuierlichen Zubau der Windenergie hat Ende 2014 die Windenergie die Atomkraft in Europa überholt. Erstmals steht mehr Windkraftleistung (128.751,4 MW) als Atomkraftleistung (122.328,3 MW) in der EU. „Dieser symbolische Sieg der Windenergie muss die Richtung für die zukünftige Energiepolitik in der EU weisen“, erklärt Moidl und setzt fort: „Europa braucht kein Hinkley Point, kein Olkiluoto und keinen Ausbau von Temelin. Die Zukunft liegt in den Erneuerbaren und nicht in der Atomenergie.“

Im letzten Jahr waren 79 % der neu errichteten Kraftwerksleistung erneuerbare Energien. Allen voran die Windenergie: Ganze 43,7 % der gesamten neu errichteten Kraftwerksleistung waren Windkraftanlagen. In sieben Jahren in Folge, konnten so die erneuerbaren Energien auch heuer die fossilen und Atomkraftwerke auf die hinteren Plätze verweisen. „2014 ersetzte allein der Zubau an Windkraftwerken den Abbau an Kohle-, Gas- und Ölkraftwerken“, freut sich Moidl. Mittlerweile können die Windkraftanlagen in der EU mehr als 10 % des europäischen Stromverbrauchs abdecken.

Durch die stabilen Rahmenbedingungen des österreichischen Ökostromgesetzes konnte Österreich sich seit zehn Jahren wieder unter den besten sechs Windkraftausbauländern einreihen. „Zehn Jahre haben wir gebraucht um wieder vorne mitspielen zu können“, erklärt Moidl und weiter: „Nur mit stabilen Rahmenbedingung sind solche Leistungen zu erbringen.“

In vielen europäischen Staaten haben sich die Bedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien aber extrem verschlechtert. Besonders in den Süd- und Osteuropäischen Staaten ist der Windkraftausbau beinahe komplett zum Erliegen gekommen. In Windpionierländern wie Spanien oder Italien ist dieser aufgrund der geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen auf ein Minimum zusammen geschrumpft. So beschränkte sich der Windkraftausbau im Jahr 2014 auf wenige Länder. Allein in Deutschland wurde knapp die Hälfte aller Windräder in der EU aufgestellt. Mehr als ¾ des gesamten Ausbaus fand in nur vier Ländern statt. „Die Energiewende schreitet leider nicht wegen sondern trotz der aktuellen Energiepolitik der EU voran. Die EU muss dringend in Sachen Energiewende und Klimaschutz einen Zahn zulegen“, fordert Moidl abschließend.

PM: IG Windkraft

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