Strom in Bayern und Baden-Württemberg wird teurer

EnBW Windpark / Foto: HB
EnBW Windpark / Foto: HB

Nord- und Ostdeutschland schalten immer mehr Windenergie ans Netz

(WK-intern) – In Bayern und Baden-Württemberg werden Atom- und Gaskraftwerke abgeschaltet

Seehofers Politik verhindert den Leitungsausbau

Die Bundesnetzagentur muss für beide Länder immer mehr teurere Reservekapazitäten ankaufen, z. B. von Tschechien.

Bayern, Baden-Württemberg, Österreich und die Schweiz sind nicht atomstromfrei!

Die bayrische Suche nach einem atomaren Endlager für den  Müll der Atomkraftwerke geht nur schleppend voran.

Nach übereinstimmenden neusten Aussagen deutscher und internationaler Strahlenexperten ist eine sichere Unterbringung für hochradioaktiven Müll nur sicher in Granit, Tongestein oder Tuff, als Wirtsgesteine möglich, und auch nur an solchen Orten, wo diese Gesteine eine entsprechende Größe aufweisen.

Noch lagern die strahlenden Atomfässer in Bunkern der bayrischen Atomkraftwerke; wie lange das noch hinnehmbar ist, steht in den Sternen.

Besorgte Bürger und Anwohner aus Norddeutschland, der Asse, Schacht Konrad, Dannenberg, Gorleben, aus Brunsbüttel, wo die Fässer schon lange verrostet sind, warten auf ein Zeichen aus Bayern.

Doch Bayern untersucht nach unseren Informationen noch nicht einmal seine Atomlagerstätten an den AKWs.

Es hat den Anschein als sage Seehofer den Bayern lieber nichts über die aktuellen Atomlagerplätze und die Endlagerforschung im eigenen Land. Desto unbegreiflicher ist es und auch nicht nachzuvollziehen, dass die Stadtwerke München (SWM) nicht ihren Offshore-Strom aus den eigenen Windparks über die Südtrasse ins eigene Land bekommt.

Tschechien verkauft Atomstrom und baut das unsichere Kraftwerk in Temelin weiter aus, natürlich auf Kosten der Steuerzahler. Der Atomstrom ist durch die Energiewende nicht mehr kostendeckend, von den anfallenden Müllkosten ganz zu schweigen.

Der Atommüll wird, so wie es in den meisten Staaten der EU ist, direkt an der Grenze abgelagert werden. Da hat Bayern kein Mitspracherecht.

Seehofer hinterlässt ein gigantisches “Erbe” und hüllt sich trotz allem in Schweigen. Er macht neben den Stadtwerken München (SWM) auch den fränkischen Windanlagenhersteller Siemens kleiner als er ist, doch nur im eigenen Land. Die Folgen sind Entlassungen.

Seehofers Beweggründe sind auf Grund dieser Tatsachen nicht mehr nachvollziehbar, es sei denn, er setzt weiter auf Atomstrom.

Ebenso sieht es im Nachbarländle aus. – Baden-Württemberg hat in etwa gleich gute Gesteinsformationen wie Bayern, und wir alle kennen den Spruch von Herrn S21: Irgendwo muss der Müll einfach hin!

Die Wähler, meist ältere Menschen, werden verstehen: Irgendwo muss der Bahnhof einfach hin! – Richtig, sie verstehen nur Bahnhof!

Auch hier kommen die Untersuchungen der Gesteinsformationen nicht richtig in Gang, ebenso wenig der Ausbau der Windkraft oder der Stromtrassen aus dem Norden, obwohl EnBW ein großes Potential ihres Geldes in Offshore-Windparks steckt. Man erinnere sich nur an den Schwiegersohn von Finanzminister Schäuble, den großen Mappus, der hat nur mappus gemacht, dem geht es gut und BW hat es bezahlt.

Haben die beiden Bundesländer ihre eigenen Industriestandorte aus dem Auge verloren? Sicher bekommen sie Gelder wenn ein “Atomares-Endlager” hier endlich ausgewiesen wird, doch haben sie dann auch noch Strom für die notwendige Kühlung der strahlenden und Wärme erzeugenden Müllgruben? – oder lassen es sie es einfach darauf ankommen? – was aus ihren Ländern und Nachkommen wird?

Ein Armutsbekenntnis ohne Gleichen von zwei Bundesländern, zwei Industrieländern, zwei Ministerpräsidenten, einfach nicht nachvollziehbar.

Haben derzeit, wegen anfallender Stromkosten, die Nord- und Mitteldeutschen die höchsten Netzzulagen auf ihrer Stromrechnug, so kommen Kosten auf Bayern und Baden-Württemberg zu, die ihre eigene Einlage in Erneuerbare Energien mehrfach bezahlen werden müssen. Industrien werden abwandern.

HB, das Windkraft-Journal. de

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