Sassnitz hofft auf die Betreiber und Zulieferern von Offshore-Windparks

Der Transport für die Offshore-Windparks ist im vollen Gange / Foto: HB
Der Transport für die Offshore-Windparks ist im vollen Gange / Foto: HB

Neue Flächen für Ansiedlungen im Fährhafen Sassnitz

Sassnitz-Mukran: Übergabe des neuen Gewerbe- und Industriegebietes mit Minister Glawe

Der Fährhafen und die Stadt Sassnitz hoffen, dass sich Betreiber und Zulieferer der geplanten und in Bau befindlichen Offshore-Windparks ansiedeln. Dafür sind auch die Kais des Hafens Mukran ausgelegt.

Im Umkreis von max. 30 Seemeilen befinden sich zehn Offshore-Windparks, die genehmigt sind oder gegenwärtig das Genehmigungsverfahren durchlaufen.

Vor Ort stehen weite Flächen für die Produktion von Anlagenkomponenten, die Montage und Verschiffung von Offshore-Windenergieanlagen sowie Service- und Wartungsarbeiten zur Verfügung, dazu kommt die Verschiffung der über 80 Meter langen Rotorblatt-Prototypen.

Die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, das gemeinnützige Siedlungsunternehmen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, hat in Sassnitz-Mukran neue Flächen für potenzielle Gewerbe- und Industrieansiedlungen erschlossen. Das Areal wurde im Beisein von Harry Glawe offiziell dem Fährhafen Sassnitz übergeben.

Mit dem Gewerbe- und Industriegebiet „Hafen Mukran“ ist in den vergangenen Jahren ein 46 Hektar großes Areal für Ansiedlungen entstanden. Von dieser Fläche wurden innerhalb von zwei Jahren rund 23 Hektar für Neuansiedlungen durch die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH neu erschlossen. 2013 wurde mit den Hauptarbeiten (Auslaufbauwerk und Regenwasserhauptleitung) begonnen und in 2014 wurden die Erschließungsarbeiten (Planstraße G mit Gleisanschluss, Planstraße D und Schmutzwasserleitungserneuerung) fortgeführt und abgeschlossen.

Bereits zuvor gab es im B-Plan Gebiet „Hafen Mukran“ Ansiedlungen: Ein Rohrummantelungswerk für die Ostseepipeline von Russland nach Deutschland und eine Betonproduktion, die am Standort Komponenten für den Bau des Metro Cityrings in Kopenhagen herstellt.

Insgesamt wurden rund 9,8 Millionen Euro in die Gewerbegebietsentwicklung investiert, davon ca. 7,3 Millionen Euro für Baumaßnahmen. Von der Investitionssumme wurden etwa 5,5 Millionen Euro mit EU-Mitteln im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert. Die Stadt Sassnitz hat als Zuwendungsempfängerin die Flächenentwicklung auf der Grundlage eines Erschließungsvertrages an die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern übertragen.

Minister Harry Glawe: „Der Standort entwickelt sich zunehmend von einem reinen Fährhafen zu einem wettbewerbsfähigen Wirtschafts- und Industriestandort mit Fähranschluss. Mit der heutigen Erschließung sind die Voraussetzungen für weitere Ansiedlungen geschaffen worden. Die Bedingungen haben sich spürbar verbessert.“

Volker Bruns, Geschäftsführer der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH: „Seit mittlerweile zehn Jahren begleiten wir den Fährhafen Sassnitz mit unserer Arbeit bei der Erschließung neuer Flächen. Wir freuen uns, unseren Teil beizutragen, den Standort zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region zu entwickeln.“

Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH: „Mit der Erweiterung verfügbarer Flächen wird unser Standort noch attraktiver für potenzielle Investoren. Mit direktem Gleisanschluss und am Tiefwasserhafen gelegen, bestehen vor allem für hafenaffine Industrien exzellente Bedingungen.“

Über die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH
Als gemeinnütziges Siedlungsunternehmen des Landes Mecklenburg-Vorpommern führt die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH seit 1991 Maßnahmen zur Siedlung, zur Agrarstrukturverbesserung und zur Regionalentwicklung durch. Das umfassende Dienstleistungsangebot der Landgesellschaft trägt zur nachhaltigen und damit zur ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Entwicklung im ländlichen Raum bei.

Über den Fährhafen Sassnitz
Das 400 Hektar große Hafenareal hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Industrie- und Gewerbestandorte Mecklenburg-Vorpommerns entwickelt. Bei der Umsetzung industrieller Großprojekte dient Sassnitz-Mukran als Basis- und Produktionshafen. Der östlichste Tiefwasserhafen Deutschlands ist für alle im Ostseeraum operierenden Schiffsklassen zugänglich. Er liegt unmittelbar an der offenen See und ermöglicht der Schifffahrt damit eine unkomplizierte Ansteuerung. Somit sind zeitraubende Revierfahrten nicht notwendig, eine Lotsenpflicht besteht ebenfalls nicht.

PM:

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