E.ON-AKW: Atomaufsicht meldet – Notstromaggregat im Reaktorschutzsystem startet nicht

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Brokdorf: Defekte Baugruppe in einer Prüfeinrichtung im Kernkraftwerk Brokdorf

(WK-intern) – Im Kernkraftwerk Brokdorf ist es zu einem meldepflichtigen Ereignis gekommen.

Während einer monatlich wiederkehrenden Prüfung im Reaktorschutzsystem des Kernkraftwerkes Brokdorf startete ein Notstromdiesel nicht.

Ein daraufhin automatisch angefordertes zweites Notstromaggregat wurde auslegungsgemäß zugeschaltet. Als Ursache wurde eine defekte elektronische Baugruppe in einem Teil der Prüfeinrichtung für das Reaktorschutzsystem identifiziert. Die Baugruppe wurde umgehend ausgetauscht und wird derzeit untersucht. Die anschließend durchgeführten Prüfungen des Reaktorschutzsystems verliefen ohne Beanstandungen.

Das Ereignis ist nach der atomrechtlichen Meldeverordnung meldepflichtig. Wegen des redundanten Aufbaus des Sicherheitssystems war auslegungsgemäß nur eine Redundanz von den Auswirkungen des Fehlers betroffen. Im Anforderungsfall wäre die Notstromversorgung sichergestellt gewesen. Daher wird das Ereignis von der Atomaufsicht als sicherheitstechnisch weniger bedeutsam eingestuft.

Dieses meldepflichtige Ereignis vom 26. Januar 2015  der Kategorie „N“ hat die E.ON-Betreibergesellschaft heute (29. Januar) fristgerecht der Atomaufsichtsbehörde (Energiewendeministerium) gemeldet.

Hintergrund:

Orientiert an sicherheitstechnischer Bedeutung und Eilbedürftigkeit von Abhilfemaßnahmen werden Meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung

PM: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räumein S-H

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