DFKI-Spin-off digipen technologies ist Preisträger des CeBIT Innovation Award

Markus Weber (links) und Prof. Andreas Dengel freuen sich über die Auszeichnung / pressebild
Markus Weber (links) und Prof. Andreas Dengel freuen sich über die Auszeichnung / pressebild
Markus Weber (links) und Prof. Andreas Dengel freuen sich über die Auszeichnung / Pressebild

DFKI-Spin-off digipen technologies ist Preisträger des CeBIT Innovation Award: „digisign“ – die fälschungssichere biometrische Unterschrift

(WK-intern) – Die digipen technologies aus Kaiserslautern, eine Ausgründung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), ist einer der Gewinner des CeBIT Innovation Award 2015.

Das Unternehmen wird für die Entwicklung der fälschungssicheren biometrischen Unterschrift “digisign” ausgezeichnet.

Auf der Preview Presskonferenz zur CeBIT wurde das Unternehmen als einer von drei Preisträgern vorgestellt. Die Platzierungen der mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Auszeichnung werden auf der CeBIT 2015 (16. bis 20. März in Hannover) bekanntgegeben. Dort stellen die Preisträger ihre Projekte am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vor.

Mit der neuen Technologie kann eine digitalisierte Unterschrift zukünftig von Computern ebenso so sicher einer Person zugeordnet werden, wie bisher durch forensische Schriftsachverständige. digisign wurde von Markus Weber, Leiter Forschung und Entwicklung bei digipen, in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Forschungsbereichs Wissensmanagement am DFKI in Kaiserslautern entwickelt.

Zur Erstellung der digitalen Unterschrift benötigt der Anwender einen digitalen Stift, der neben einer Mine mit Drucksensoren und einer Kamera ausgestattet ist, sowie ein Papier, das mit einem kaum sichtbaren Muster bedruckt wird. „Bei der Unterzeichnung des Benutzers werden neben dem Schriftbild auch forensische Merkmale wie der ausgeübte Druck, die Schreibgeschwindigkeit und die Linienführung aufgezeichnet. Das so signierte Dokument wird verschlüsselt, über eine USB-Schnittstelle auf einen Rechner oder per Funk auf das Smartphone des Users übertragen und von dort an den digisign Prozess übermittelt, wo die Unterschrift rechtssicher und revisionsverbindlich gespeichert wird“, beschreibt Prof. Andreas Dengel, Standortleiter des DFKI in Kaiserslautern und Geschäftsführer der digipen technologies, die Funktion. Bei einem Betrugsverdacht können die gesicherten biometrischen Daten als Referenzmaterial herangezogen werden, um die Echtheit der Unterschrift forensisch zu prüfen.

Ein Aspekt, mit dem digisign die Jury überzeugen konnte, ist die einfache Bedienung des Systems. „Da die Nutzerfreundlichkeit von digitalen Anwendungen die Informationstechnologie vor besondere Herausforderungen stellt, legen wir darauf bei der Auswahl der Siegerprojekte ganz besonderen Wert“, sagte die Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Gesche Joost, Designforscherin an der Berliner Universität der Künste.

Der DFKI-Forschungsbereich Wissensmanagement und die digipen technologies entwickeln seit Jahren gemeinsam sichere forensische Analyseverfahren, die mittels digitaler Stifttechnologie sowohl auf Papier als auch auf Tablet-PC eine spezifische Erfassung, sichere Archivierung und verlässliche Wiedererkennung von Handschriften ermöglichen.

digipen technologies ist ein weiterer Baustein in der nachhaltigen Spin-off-Geschichte des DFKI. Mittlerweile wurden bereits über 60 Unternehmen mit ca. 1.700 hochqualifizierten Arbeitsplätzen aus dem DFKI heraus gegründet.

PM: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

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