Energiebericht 2015: Starnberg stellt Zwischenbilanz zur Energiewende vor

Solaranlagenaufbau / Foto: HB
Stromverbrauch: Etwa 7 Prozent werden regenerativ erzeugt / Foto: HB

Die Energiewende im Landkreis Starnberg kommt voran – aber nur langsam.

Dies ist, kurz zusammengefasst, das Fazit des aktuellen Energieberichts 2015, den Landrat Karl Roth im Rahmen der Energiepreisverleihung im Landratsamt vorstellte.

Knapp zehn Jahre nach dem Energiewende-Grundsatzbeschluss des Kreistages, 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2035 anzustreben, versucht die druckfrische Broschüre, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Dabei zeigt sie neben einer aktuellen Bestandsaufnahme für die wesentlichen energierelevanten Bereiche Strom, Wärme und Verkehr auch entsprechende Entwicklungen, Trends und gelungene Beispiele auf – sowohl auf Landkreisebene als auch für jede einzelne Landkreiskommune.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Kurzüberblick: · Insgesamt werden im Landkreis etwa 3.900 Gigawattstunden Energie pro Jahr verbraucht, etwa 7 Prozent davon regenerativ erzeugt · Mit fast 50 Prozent hat der Wärmeverbrauch dabei den größten Anteil, gefolgt vom Verkehr (38 Prozent) und Strom (12,8 Prozent) · Fast 90 Prozent der Heizenergie stammt noch immer aus fossilen Energien · Beim Stromverbrauch ist eine leicht rückläufige Tendenz feststellbar (minus 4,5 Prozent gegenüber 2010) · Der Anteil der erneuerbaren Energien im Bereich Strom ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und lag 2013 bei 7,3 Prozent (Bundesdurchschnitt 25,3 Prozent) · Über 80 Prozent davon liefern Photovoltaikanlagen; Wasserkraft, Biomasse und Wind spielen bisher nur eine untergeordnete Rolle · Die Kraftfahrzeugdichte im Landkreis steigt seit Jahren an, E-Mobilität ist aber stark im Kommen

“Auch wenn wir uns ein etwas schnelleres Vorankommen bei der Energiewende gewünscht hätten, ist ein rascher Umstieg auf erneuerbare Energien doch alternativlos”, so Landrat Karl Roth bei der Vorstellung des Energieberichts mit Blick auf den neuesten Weltklimabericht. “Das können aber weder Landkreis noch Kommunen alleine stemmen, wir brauchen dazu die Mithilfe aller Bürgerinnen und Bürger und auch aller Unternehmen.” Landkreis, Kommunen, Energiewendeverein und Energiegenossenschaft bieten hierzu vielfältige Möglichkeiten zu Beratung und Unterstützung an, die ebenfalls in der Broschüre beschrieben sind. Erhältlich ist der Energiebericht 2015 im Landratsamt Starnberg sowie in Kürze auch in allen Rathäusern.

PM: Landratsamt Starnberg

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