Marktorientierte Fördermechanismen für erneuerbare Energien in Deutschland und Frankreich

DFBEE und EPEX SPOT veröffentlichen gemeinsames Papier zur Direktvermarktung erneuerbarer Energien

(WK-intern) – Eine Analyse marktorientierter Fördermechanismen in Deutschland und Frankreich

Paris / Berlin – Das Deutsch-französische Büro für erneuerbare Energien (DFBEE) hat in Zusammenarbeit mit der Europäischen Strombörse EPEX SPOT ein Hintergrundpapier zur Direktvermarktung der erneuerbaren Energien veröffentlicht.

Das Papier analysiert marktorientierte Fördermechanismen für Erneuerbare Energien in Deutschland und Frankreich. Eine französische Version ist ebenfalls abrufbar.

Die Förderung der Direktvermarktung besteht in Deutschland seit der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) von 2012 und ist ein zentrales Element der Reform des EEG 2014. Es soll ebenfalls eines der Leitmotive des französischen Gesetzes zur Energiewende werden, welches ab Februar 2015 im Senat diskutiert wird.

Parallel zu dieser Entwicklung der erneuerbaren Energien durchläuft die europäische Energiewirtschaft seit Jahren einen fundamentalen Wandel mit der Liberalisierung der Strommärkte und der Schaffung eines Strombinnenmarktes. Vor diesem Hintergrund geht EPEX SPOT unter anderem auf folgende Punkte ein:

  • Mit zunehmend variabler Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen weisen die Strommärkte in Europa einen erhöhten Bedarf an Flexibilität auf. So haben sich die Handelsmengen auf den Intraday-Märkten in den letzten fünf Jahren verzehnfacht.
  • Mit der Direktvermarktung werden erneuerbare Energien im Markt besser integriert. Es ergibt sich ein Anreiz zur verbesserten Produktionsprognose und zur bedarfsgerechten Einspeisung, welche sich systemdienlicher erweist.
  • Die Marktkopplung führt zur Glättung der Preise und Stabilisierung der Kosten.

Das Deutsch-französische Büro für erneuerbare Energien veranstaltet am 29. Januar im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin eine Konferenz zum Thema „Entwicklung der Fördermechanismen und Marktintegration der erneuerbaren Energien in Deutschland und Frankreich“ . EPEX SPOT wird dort zur Rolle der Börse bei der Marktintegration der Erneuerbaren sprechen.Die Europäische Strombörse EPEX SPOT SE betreibt die Strom-Spotmärkte für Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz (Day-Ahead und Intraday). Diese Länder machen zusammen mehr als ein Drittel des europäischen Stromverbrauchs aus. Zudem ist EPEX SPOT Dienstleister der ungarischen Strombörse HUPX und betreibt im Auftrag der lokalen Börsen die Kopplung der Märkte der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn und Rumäniens. Sie ist eine Gesellschaft europäischen Rechts (Societas Europaea) mit Sitz in Paris und Niederlassungen in Leipzig, Bern und Wien. Über 220 Unternehmen aus Europa sind an der EPEX SPOT aktiv. 382 TWh wurden im Jahr 2014 auf den Märkten der EPEX SPOT gehandelt.Seit seiner Gründung im Jahre 2006 durch die Regierungen Deutschlands und Frankreichs hat sich das Deutsch-französische Büro für erneuerbare Energien (DFBEE) kontinuierlich mit dem Ziel weiterentwickelt, seinen Mitgliedern einen Austausch von Informationen und bewährten Methoden zu ermöglichen sowie Brücken zwischen den Akteuren beider Länder aus Wirtschaft und Politik zu bauen. Heute umfasst sein Aktionsradius die erneuerbaren Energiequellen mit den momentan größten Potentialen – Wind, Photovoltaik und Biogas – sowie zahlreiche mit der Energiewende zusammenhängenden Themen wie Stromnetze, Energiespeicher, Energieversorgungs-sicherheit sowie die Marktintegration der erneuerbaren Energien. Die Arbeit des DFBEE wird von Unternehmen, Industrieverbänden und den Regierungen beider Länder unterstützt. Die Büros in Berlin und Paris sind direkt im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bzw. im Ministère de l’Écologie, du Développement durable et de l’Énergie angesiedelt, wodurch ein enger Austausch mit der Politik ermöglicht wird.

PM: EPEX SPOT

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