Verkehrswende: Mobilität kann bis 2030 weitgehend auf Basis Erneuerbaren Energien funktionieren

Erlebniswelt Elektromobilität / Foto: HB
Erlebniswelt Elektromobilität / Foto: HB

BEE und InnoZ zeigen den Weg in die neue Mobilitätswelt

(WK-intern) – Die Studie wurde durch den InnoZ-Gesellschafter Deutsche Bahn beim BEE-Neujahrsempfang von Bahnchef Rüdiger Grube an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben.

„Wir haben in Deutschland alle Trümpfe für eine Verkehrswende in der Hand, jetzt müssen wir sie nutzen!“ fordert InnoZ-Geschäftsführer Prof. Dr. Andreas Knie anlässlich der Vorstellung der Studie „Die neue Verkehrswelt“, die er gemeinsam mit Dr. Weert Canzler für den Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) erstellte.

Berlin – „Der Aufbruch in die postfossile, CO2-arme Mobilitätsgesellschaft kann gelingen, wenn die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden“, sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE. Die Deutsche Bahn und das InnoZ unterstützen den BEE durch ihre systemische Sichtweise, die Energie- und Verkehrswende zusammendenkt. Diese Sicht geht nicht mehr von alten Grenzen der Ressourcen und Disziplinen aus, sondern von Erneuerbarkeit und Steuerbarkeit.

Unter dem Titel „Die neue Verkehrswelt. Mobilität im Zeichen des Überflusses: schlau organisiert, effizient, bequem und nachhaltig unterwegs“ kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass der Verkehr bis 2030 weitgehend auf Basis Erneuerbaren Energien funktionieren kann.

Eine postfossile Mobilität ist möglich. Digitale Vernetzung und multimodale Verkehrspraxis, die alle Verkehrsträger kombiniert, schaffen die Basis für hohe Mobilität durch stets verfügbare Verkehrsmittel. Gleichzeitig lassen sich so in bestimmten Zeiten anfallende Überkapazitäten Erneuerbarer Energien nutzen.
„Die Chancen standen noch nie so gut wie heute, um die neue Verkehrswelt zu schaffen“, so Knie. Es bedürfe dazu aber kluger Konzepte, ganzheitlicher Leitbilder und Mut zum ersten Schritt in die neue Zeit. Mobilität sei mehr als ein Fahrzeug und Elektromobilität mehr als ein Antrieb. Die Digitalisierung schaffe neue Dienste zur Vernetzung der Verkehrsmittel. Der Ausbau Erneuerbarer Energien begünstige die Elektrifizierung des Verkehrs. „Hier sind politische Weichenstellungen gefragt, die nachhaltige Mobilität und Energie intelligent verbinden.“
Die Autoren sehen drei zentrale Punkte zum Gelingen:

  1. Einen CO2-Emissionswert für Neuwagen von 50 Gramm pro Kilometer für 2025.
  2. Eine Änderung der Bewirtschaftungsregeln für öffentliche Räume, um mehr multimodale Verkehrsformen zu schaffen.
  3. Einen deutlichen Ausbau von Experimenten und Pilotprojekten zur Einübung neuer dezentraler Versorgungsnetzwerke.

Bis 2020 könnten durch diese Maßnahmen 1 Million weitgehend CO2-freie Automobile auf Deutschlands Straßen fahren – wenn alle nachhaltigen Antriebsformen genutzt und alle Verkehrsmittel effizient kombiniert werden.

Die vollständige Studie beim BEE:
Weert Canzler, Andreas Knie: Die neue Verkehrswelt – Mobilität im Zeichen des Überflusses: schlau organisiert, effizient, bequem und nachhaltig unterwegs. Eine Grundlagenstudie im Auftrag des BEE e.V., Ponte Press, Bochum 2015.
Zum Download der Studie>> (PDF, ca. 7 MB)

PM: InnoZ

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