Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien: Erfolgreiches Jahr für HfWU-Institut

Foto (dena): HfWU-Professor Dr. Carsten Herbes auf der biogaspartner Jahreskonferenz der Deutschen Energieagentur
Foto (dena): HfWU-Professor Dr. Carsten Herbes auf der biogaspartner Jahreskonferenz der Deutschen Energieagentur
Pressefoto (dena): HfWU-Professor Dr. Carsten Herbes auf der biogaspartner Jahreskonferenz der Deutschen Energieagentur

Zahlreiche Präsentationen auf internationalen Konferenzen

(WK-intern) – HfWU-Institut: 2014 war für das Institute for International Research on Sustainable Management and Renewable Energy (ISR) ein sehr erfolgreiches Jahr.

NÜRTINGEN – Zum einen gibt es Fortschritte in der Forschungsarbeit des Institutes der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), zum anderen wurden erste Ergebnisse auf internationalen Fachkonferenzen präsentiert. Das Institut forscht in den Bereichen Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien.

Institutsdirektor Prof. Carsten Herbes hielt in London auf der Energy Systems Conference einen Vortrag über „Grünstrom Marketing“. Bei der international renommierten Konferenz wird nur ein kleiner Bruchteil aller eingereichten Vorschläge für einen Vortrag ausgewählt. Zum gleichen Thema referierte er auf der Grand Renewable Conference in Tokyo, mit über 1.000 Teilnehmern. Auf der Journée-Med-Energie in Aix-en-Provence stellte er die Ergebnisse seiner Untersuchungen zur Akzeptanz von erneuerbaren Energien, insbesondere von Biogas, in Deutschland vor.

Anja Gräf, wissenschaftliche Mitarbeiterin im ISR-Forschungsprojekt enEEbler besuchte die EURAM Annual Conference in Valencia, die unter dem Motto ‚Waves and Winds of Strategic Leadership for Sustainable Competitiveness‘ stand. Ihr Artikel zum Thema „Pro-Environmental Intrapreneurship – The Role of Life-Work Spillover Effects“ erhielt den ‚Best Paper Award‘. Schließlich präsentierte Anja Gräf auf der Academy of Management Conference in Philadelphia ihre Doktorarbeit, die sie im Rahmen des enEEbler Projektes schreibt. Dort nahm sie auch am Doktorandenprogramm teil. Das theoretische Konzept des Projektes stellte Anja Gräf auf der Science and Technology Studies Conference in Graz vor.

Dort referierte auch ihre Kollegin Judith Rognli zu dem Umweltengagement von Mitarbeitenden in Belegschaftsenergiegenossenschaften. Gemeinsam mit Vasco Brummer präsentierte Judith Rognli ihre Arbeiten auf der European Conference on Citizen Energy in Lille. Ihr Forschungsprojekt befasst sich mit Konflikten in Bürgerenergiegenossenschaften. Prof. Willfried Nobel, Prorektor für Forschung und Transfer, betont, dass die HfWU-Forschungen auch vor einem internationalem Fachpublikum Aufmerksamkeit erregen.

Im Dezember fand in Berlin die biogaspartner Jahreskonferenz der Deutschen Energieagentur (dena) unter dem Titel “Zukunft Biomethan – Ergebnisse” statt. Teilnehmer aus Unternehmen, Verwaltung, Politik und Wissenschaft waren dabei, als erstmals die Resultate des Dialogprozesses “Zukunft Biomethan” einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es ging dabei um die Rolle von Biomethan im Energiesystem der Zukunft.

Wegen der Vorgaben des Energie Einspeise Gesetzes EEG 2014 ist der Markt für die Verstromung von Biomethan deutlich schwächer geworden. Auch der Wärmemarkt, in dem Haushalte Biomethanhaltige Erdgasprodukte in ihrer Gasheizung einsetzen, bleibt schwierig. Das gilt auch für den Kraftstoffmarkt. Neue Potenziale scheint aber die stoffliche Nutzung zu bieten. Unternehmen der chemischen Industrie setzen inzwischen Biomethan ein, um ihren Kunden Rohstoffe, z.B. für Kunststoffverpackungen auf biogener Basis anbieten zu können. Genau dazu wird zur Zeit auch am ISR geforscht.
Bei der abschließenden Podiumsdiskussion der Konferenz saß neben den Vertretern aus der Biogaswirtschaft und der Politik auch HfWU-Professor Dr. Carsten Herbes auf dem Podium. „Die Branche darf in ihren Bemühungen um Akzeptanz bei den Bürgern nicht nachlassen“, so Herbes. Durch den medialen und politischen Diskurs um Biogas und Mais hatte die Branche in den letzten Jahren massiv an öffentlicher Unterstützung verloren.

PM: Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

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