In nur drei Jahren verdoppelte sich die Windkraftleistung in Österreich

Pressebild: IG Windkraft
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Das 3. Jahr in Folge hält ein Ausbaurekord die heimische Wirtschaft in Schwung

(WK-intern) – Für diesen Ausbau investierte die Branche mehr als 1,7 Mrd. Euro.

„Damit hat die Windenergiebranche zu den wichtigsten Investoren der Wirtschaft aufgeschlossen“, freut sich Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Seit Inkrafttreten des Ökostromgesetzes 2012 wurden in Summe 365 Windräder mit einer Gesamtleistung von 1.015 MW errichtet. Damit wurde die Windkraftleistung in Österreich in nur drei Jahren verdoppelt. Drei Jahre in Folge konnte die Branche einen Ausbaurekord verzeichnen:

2012: 108 Windräder mit 296 MW Gesamtleistung
2013: 113 Windräder mit 308 MW Gesamtleistung
2014: 144 Windräder mit 411 MW Gesamtleistung

Für das Jahr 2015 wird ein Ausbau von rund 390 MW Gesamtleistung erwartet.

Blickt man etwas weiter in die Zukunft, wird es deutlich schwieriger. Durch steigende Ausgleichsenergiekosten und den niedrigen Marktpreis wird die Anzahl der durch die Ökostromabwicklungsstelle (OeMAG) vergebenen Windkraftprojekte erheblich schrumpfen.
Mit dem gleichen durch das Ökostromgesetz zu Verfügung stehenden Budget kann daher nur noch halb so viel Windkraftleistung, wie vor einigen Jahren, den Zuschlag erhalten. „Mittelfristig wird dadurch der Ausbau der Windkraft leider wieder reduziert werden“, bemerkt Moidl und fordert einmal mehr die Reparatur des Regelenergiemarktes und die Umsetzung eines gleichberechtigten Energiemarktes.

Kopf-an-Kopf-Rennen in Ostösterreich

In den letzten Jahren hat das Burgenland die Windenergie regelrecht ausgerollt. Seit 2012 wurden im östlichsten Bundesland knapp 200 Windräder mit einer Gesamtleistung von mehr als 570 MW errichtet. „Es freut mich, dass die Energie Burgenland als größter Windstromerzeuger Österreichs in kurzer Zeit zum Windstromversorger der Bundeshauptstadt geworden ist“, erklärt Wolfgang Trimmel, Geschäftsführer der Energie Burgenland Windkraft.
In Niederösterreich waren es im selben Zeitraum 135 Windräder mit rund 360 MW Leistung. Im Jahr 2015 sind rund 90 neue Windräder in Niederösterreich geplant, das entspricht 2/3 des Windkraftausbaus in Österreich. „Der Energiepark Bruck hat schon vor 20 Jahren Grundlagen für die Energiewende geschaffen“, erklärt Michael Hannesschläger, Geschäftsführer der Energiepark Bruck/Leitha GmbH und ergänzt: „Es freut mich, dass wir jetzt auch in der Umsetzung Teil dieser Energiewende sein können.“

Ökostromgesetz als Wirtschaftsmotor

Seit 2012 wurden jedes Jahr im Schnitt 560 Mio. Euro in den österreichischen Windkraftausbau investiert. Im Jahr 2014 waren es sogar 680 Mio. Euro. „Der Ausbau der Windenergie in Österreich ist geradezu ein Wirtschaftsanschubprogramm“, freut sich Moidl und ergänzt: „In Summe wurden in den letzten drei Jahren 1,7 Mrd. Euro in den Windkraftausbau investiert.“ Damit ist die Windenergie zu einem wichtigen Wirtschaftsmotor in Österreich geworden. Zum Vergleich wurden im gesamten Industriebereich in Österreich im selben Zeitraum 15,3 Mrd. Euro investiert. „Die Windbranche nahm in den letzten drei Jahren mehr Geld in die Hand als die Fahrzeug-, Holz- oder Nahrungsmittelindustrie und circa gleich viel wie die Chemische Industrie“, bemerkt Moidl. Rund 5.600 Personen arbeiten in Österreich in der Windbranche.

Windstrom für eine saubere Umwelt

Derzeit drehen sich in Österreich 1.016 Windräder mit einer Gesamtleistung von 2.095 MW. Diese Windräder erzeugen in einem Jahr 4,5 Mrd. Kilowattstunden sauberen Strom und können damit 7,2% des österreichischen Strombedarfs decken. Darüberhinaus sparen die Windräder mehr CO2 ein als alle Autos in Niederösterreich und dem Burgenland ausstoßen. „Die Windenergie erzeugt nicht nur sauberen Strom für eine saubere Umwelt, sondern ist auch aus wirtschaftlicher Sicht eine Erfolgsgeschichte“, freut sich Moidl abschließend.

PM: IG Windkraft

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