HanseWerk baut sechs neue Blockheizkraftwerke

„HanseWerk Natur: neun Millionen Euro für sechs neue Blockheizkraftwerke – Stromproduktion zu zwei Dritteln auf Basis von Biogas oder Bioerdgas“

(WK-intern) – Die HanseWerk Natur GmbH – eine Tochtergesellschaft der HanseWerk AG – hat 2014 rund neun Millionen Euro in neue Blockheizkraftwerke (BHKW) in Schleswig-Holstein und Hamburg investiert.

So entsteht derzeit in Stapelfeld eines der größten BHKW in Norddeutschland. Die Anlage, die Strom für 21.500 Haushalte produzieren kann, soll voraussichtlich im Frühjahr 2015 in Betrieb gehen. Fünf weitere BHKW-Motoren sind 2014 in Ahrensburg, Glinde, Hamburg-Volksdorf, Kaltenkirchen und Laboe in Betrieb gegangen. Sie können Strom für rund 3.000 Haushalte produzieren.

BHKW erzeugen Strom und Wärme dezentral und in einem Arbeitsgang – das macht sie besonders effizient und ressourcenschonend. Dieser Effekt lässt sich noch steigern, wenn, wie bei den fünf kleineren BHKW, Bioerdgas* eingesetzt wird.

„In den letzten Jahren haben wir den Einsatz von Biogas und Bioerdgas kontinuierlich gesteigert“, so Jörg Lampe, Geschäftsführer der HanseWerk Natur GmbH. „So können wir zwei Drittel des Stroms aus unseren Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen mit Bioerdgas oder Biogas erzeugen.“ Seit 2004 setzt das Unternehmen zunehmend auf regenerative Energien in der Strom- und Wärmeproduktion. Zunächst wurde vermehrt Biogas eingesetzt, ab 2011 zunehmend auch Bioerdgas. 2014 wurden rund 150 GWh Strom aus diesen Rohstoffen erzeugt. Damit kann man etwa 43.000 Haushalte versorgen.

Die elektrische Leistung der neuen Motoren Ahrensburg, Glinde, Hamburg-Volksdorf, Kaltenkirchen und Laboe bewegt sich je nach Modell zwischen 250 und 360 Kilowatt. Insgesamt können die neuen BHKW Strom für über 3.000 Haushalte produzieren. Die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme wird in das Wärmenetz von HanseWerk Natur eingespeist und für die Versorgung der anliegenden Wohngebiete sowie öffentlicher Gebäude wie zum Beispiel Schulen verwendet.

Durch die parallele Erzeugung von Strom und Wärme nutzen Blockheizkraftwerke die eingesetzte Energie doppelt aus. Im Vergleich zur getrennten Erzeugung von Strom und Wärme können so nicht nur wertvolle Rohstoffe, sondern auch CO2 eingespart werden. Durch den Einsatz von Bioerdgas können die CO2-Emissionen zusätzlich reduziert werden. Denn Bioerdgas beziehungsweise Biomethan wird aus Biogas hergestellt. Bei der Verbrennung fällt nur so viel CO2 an, wie die Pflanzen, die zur Herstellung des Biogases verwendet wurden, während ihres Wachstums gebunden haben.

*Bioerdgas ist aufbereitetes Biogas. Dem Biogas wird dazu Kohlendioxid, Wasser und Schwefelwasserstoff entzogen, so dass der Hauptbestandteil Methan übrig bleibt. Das so aufbereitete Biogas kann in das weit verzweigte Erdgasnetz eingespeist und weiträumig verteilt werden.

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