Bürger-Dialog-Verfahren Ostküstenleitung startet in die nächste Runde

Trassenverlauf der Ostküstenleitung / Grafik: TenneT
Trassenverlauf der Ostküstenleitung / Grafik: TenneT

Minister Habeck lädt Bürgerinnen und Bürger ein: Dialogverfahren Ostküstenleitung startet in die nächste Runde

(WK-intern) – Bürgerinnen und Bürger sind ab Mitte Januar eingeladen, sich in die Planungen für den ersten Abschnitt der Ostküstenleitung einzubringen.

Das Dialogverfahren war Ende November 2014 mit einer Auftaktkonferenz gestartet. „Netzausbau ist der Schlüssel für die Energiewende. Er bedeutet aber auch immer einen Eingriff in die Lebensumwelt, in die Natur und in die Kulturlandschaft. Daher wollen wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort nach der konfliktärmsten Lösung suchen.“ betonte Robert Habeck, Minister für Energiewende in Schleswig-Holstein.

Ab dem 12. Januar 2015 werden in den Kreisen Segeberg und Stormarn und im Bereich Stockelsdorf / Lübeck insgesamt neun Vor-Ort-Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger angeboten. Dort präsentiert zunächst der Vorhabenträger TenneT TSO GmbH den aktuellen Planungsstand im ersten Abschnitt der Ostküstenleitung. Im Anschluss stehen die Fragen der Bürgerinnen und Bürger und die Aufnahme von Anregungen und Hinweisen in die Planung im Vordergrund. Um einen fairen und transparenten Prozess zu gewährleisten, wird die Deutsche Umwelthilfe die Veranstaltungen moderieren.

Habeck appellierte an die Bürgerinnen und Bürger: „Nutzen Sie das Angebot sich frühzeitig und wohnortnah über die Planung zu informieren und einzubringen. Zu einem so frühen Zeitpunkt und noch weit vor dem formellen Verfahren können Ihre Anregungen und Hinweise frühzeitig bedacht werden und in die weiteren Planungen einfließen!“

An die Bürgerdialoge schließen sich im Laufe des Februars weitere Beteiligungsangebote für Vereine und Verbände sowie Fachbehörden der Region an.

Bis zum Abschluss des Dialogverfahrens für den ersten Abschnitt sollen gegen Ende April 2015 die ins Verfahren eingebrachten Fragen beantwortet werden und unter Beteiligung der Region und der Berücksichtigung aller planungsrelevanten Belange ein möglicher Vorzugskorridor für die weitere Planung der 380 kV Ostküstenleitung entwickelt werden.

Termine des Bürgerdialogs – Beginn jeweils um 18:00 Uhr

  • Montag, 12. Januar 2015 in Hamberge, Mehrzweckhalle Hamberge
  • Dienstag, 13. Januar 2015 in Bad Segeberg, Tribüne/Rennkoppel
  • Mittwoch, 14. Januar 2015 in Schmalfeld, Dorfhaus Hirten Deel
  • Donnerstag, 15. Januar 2015 in Sievershütten, Dorfhaus Zur Mühle
  • Montag, 19. Januar 2015 in Travenbrück, Gemeinschaftshaus
  • Dienstag, 20. Januar 2015 in Henstedt-Ulzburg, Bürgerhaus
  • Mittwoch, 21. Januar 2015 in Elmenhorst, Gemeindezentrum
  • Donnerstag, 22. Januar 2015 in Mönkhagen, Gemeinschaftshaus
  • Montag, 26. Januar 2015 in Stockelsdorf, Restaurant Dissauer Hof

Hintergrund

Im Januar 2014 wurde der bedarfsgerechte Netzausbau des Übertragungsnetzes auf der 380 kV Ebene vom Kreis Segeberg bis in den Raum Göhl durch die Bundesnetzagentur im Netzentwicklungsplan 2013 bestätigt. Über eine 380 kV Leitung sollen die wachsenden Strommengen aus Wind und Sonne aus der Region aufgenommen und verlustarm zu den Verbrauchszentren abtransportiert werden.

Die Gesamtstrecke der Ostküstenleitung gliedert sich in drei Maßnahmen

  • Abschnitt 1: Kreis Segeberg – Raum Lübeck
  • Abschnitt 2: Raum Lübeck – Siems
  • Abschnitt 3: Raum Lübeck – Raum Göhl

Das Energiewendeministerium Schleswig-Holstein, der Netzbetreiber TenneT TSO GmbH und die Schleswig-Holstein Netz AG, deren 110 kV Netz von den Netzausbauvorhaben auf der 380 kV Ebene betroffen sein kann, haben sich für die Planung der Ostküstenleitung auf einen Realisierungsfahrplan vereinbart. Kernpunkte sind die Verständigung auf einen Beteiligungsprozess, sowie ein Zeitplan für die Planung der Leitung zwischen den Kreisen Segeberg / Stormarn und der betroffenen Region um Göhl in Ostholstein.

Hier finden Sie auch die Realisierungsvereinbarung:

http://www.schleswig-holstein.de/Energie/DE/Strom/Ausbau_Stromnetz/Vereinbarungen_Netzausbau/Realisierungsvereinbarungen/Realisierungsvereinbarungen_node.html

In zwei Schritten werden für die Beteiligung der betroffenen Regionen der Ostküstenleitung Dialogverfahren unter der Federführung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein angeboten.

Für die Durchführung des „Dialogverfahrens Ostküstenleitung“ wurde die Gesamtstrecke der Ausbaumaßnahme in zwei Planungsgebiete unterteilt:

a.         Abschnitt Kreise Segeberg / Stormarn – Raum Lübeck

b.         Zusammenfassung des 2. Abschnitts vom Raum Lübeck – Siems und des 3. Abschnitts vom Raum Lübeck – Raum Göhl

In beiden Planungsgebieten werden dieselben, zeitlich versetzten, Beteiligungsmöglichkeiten angeboten werden.

a.         Für den 1. Abschnitt begann das Dialogverfahren mit einer Auftaktkonferenz am 26. November 2014 in Bad Oldesloe. Die Veranstaltungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Fachöffentlichkeit im 1. Abschnitt starten Mitte bis Ende Januar 2015. Die Ergebniskonferenz für diesen Planungsraum ist gegen Ende April terminiert.

b.         Für die Abschnitte „Raum Lübeck – Siems“ und „Raum Lübeck –Raum Göhl“ wird voraussichtlich Anfang März 2015 mit einer eigenen Auftaktkonferenz das Dialogverfahren eröffnet. Veranstaltungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Fachöffentlichkeit in dieser Region sind nachfolgend von März bis Anfang Mai 2015 geplant, die Ergebniskonferenz für Mitte Juli 2015.

Weitere Informationen zum Dialogverfahren Ostküstenleitung:

http://www.schleswig-holstein.de/Energie/DE/Beteiligung/Dialogverfahren/01_Ostkuestenleitung/Ostkuestenleitung_node.html

PM: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume S-H

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