Information als Energiesparmotor

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in einer Studie ermittelt, dass eine umfassende Information über den eigenen Energieverbrauch den Energiebedarf im Haushalt senken kann. Wer weiß, was er ausgibt, weiß auch, ob und wann die Sparschraube angezogen werden muss. Durchschnittlich neun Prozent geringer fällt der Verbrauch bei informierten Mietern aus.

Foto: Mario De Mattia

Kosten sparen durch bewusstes Heizen

Der Anteil an Heizenergie am gesamten Energieverbrauch im Haushalt wird von vielen Verbrauchern als deutlich zu gering eingeschätzt. Tatsächlich werden fast 90 % der gesamten Energie für die Warmwasserbereitung und die Heizungsanlage aufgewendet, so eine Umfrage eines deutschen Flüssiggasversorgers. In Zeiten der steigenden Energiepreise, deren Absinken auch durch auf den ersten Blick positive Veränderungen der Gesetzeslage eher fraglich sind, ist eine stetige Kontrolle des Energieverbrauchs deshalb besonders wichtig.

Im Modellvorhaben „Bewusst heizen, Kosten sparen“, das von der dena in Zusammenarbeit mit ista Deutschland, dem Deutschen Mieterbund und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gestartet wurde, zeigt sich, wie positiv die Auswirkungen von Information auf den Verbrauch an Heizenergie sind. Die teilnehmenden Haushalte erhalten monatlich Informationen über den eigenen Wärmeverbrauch, dieser wird über Funkzähler ermittelt und an das Abrechnungsunternehmen ista weitergeleitet. Die Verbraucher können die Werte im Netz abrufen oder per Post erhalten und haben so stets den Vergleich zu vorhergehenden Heizperioden.

Die Ziele des Modellprojektes

Der großflächig angelegte Praxistest zum Heizverhalten der Verbraucher findet in den Regionen Berlin, Essen und München statt, läuft bereits seit 2013 und verfolgt klare Ziele:

  • Analyse des möglichen Energiespareffektes durch umfassende Information über den Energieverbrauch
  • Beleg des wirtschaftlichen Effektes von Energiedatenmanagement für die Verbraucher
  • Erforschung von Hemmschwellen bei der Nutzung des Energiedatenmanegements
  • Entwicklung von Lösungen für die Erhöhung der Akzeptanz

 

Steigende Heizkosten – es besteht Handlungsbedarf!

Der Anstieg der Energie- und Heizkosten in den letzten Jahrzehnten folgt Gesetzmäßigkeiten, die der Verbraucher kaum beeinflussen kann. Umso wichtiger ist es deshalb, Strategien zu entwickeln, mit denen die Lage entspannt und unter anderem auch der Energieverbrauch gesenkt wird. Neben der Nutzung und Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien zur Ressourcen- und Umweltschonung, ist die Einsparung von Energie ein wichtiger Punkt. Dies wird zum einen im Rahmen gesetzlicher Vorschriften im Bereich der Gebäudedämmung aus der Energieeinsparverordnung erreicht, zum anderen durch ein bewusstes Heizverhalten von Mietern und Hauseigentümern. Mit dem Modellprojekt kann dieses Ziel etwas näher rücken. Der Schlüsselbegriff heißt hier Energiedatenmanagement – Energie sparen durch Information. Wird der Verbrauch zeitnah und vor allem transparent dargestellt, wird eine effiziente Möglichkeit geschaffen, Heizenergie einzusparen und das gesamte Budget zu entlasten.

PM: CIS

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