Windräder sowohl mit Tourismus als auch mit Gesundheit gut vereinbar

Österreich feiert die Nutzung der Windenergie / Foto: HB
Österreich feiert die Nutzung der Windenergie / Foto: HB

Derzeit sind kaum Auswirkungen sowohl auf die Gesundheit der Anrainer als auch auf den regionalen Tourismus festzustellen

(WK-intern) – Am AWES 2014, dem österreichischen Windenergie Symposium werden die aktuellen Themen der Windbranche diskutiert.

Sowohl der Tourismus als auch die Gesundheit sind sehr gut mit der Windenergienutzung vereinbar, berichten Dirk Schmücker vom Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa und Wendy Heiger-Bernays, Professorin der Abteilung Umweltgesundheit der Universität in Boston.

„Damit zeigt sich einmal mehr, dass Windenergie eine der umweltfreundlichsten und menschenverträglichsten Stromerzeugungsarten ist“, freut sich Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

 

Windkraft im Einklang mit dem Tourismus

Wird ein neues Windparkprojekt mit der Bevölkerung diskutiert, werden immer wieder Bedenken laut, dass der Windpark den Tourismus negativ beeinflussen könnte. Eine erst kürzlich abgeschlossene Studie vom Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH (NIT) stellt fest, dass eine überwiegende Mehrheit der befragten Urlaubsgäste die besuchte Region wegen zukünftigen Windparkprojekten nicht meiden würde. „Derzeit gibt es in der Masse des Urlaubstourismus, auch in Österreich, keinen nennenswerten Konflikt“, stellt Dirk Schmücker, Leiter der Forschung am NIT, fest.
„Wir haben uns ebenfalls dieser Fragestellung an Hand der Übernachtungszahlen und des Windkraftausbaus der letzten 20 Jahre gewidmet“, berichtet Stefan Moidl von der IG Windkraft und ergänzt: „Dabei konnten wir nicht feststellen, dass die bestehenden Windräder Einfluss auf den Tourismus haben. Bei einzelnen Regionen wurden sogar positive Effekte festgestellt.“

Windräder* haben kaum messbare Auswirkungen auf die Gesundheit

Im Auftrag der Umweltschutz- und Gesundheitsbehörde in Massachusetts (USA) wurden acht WissenschaftlerInnen mit der Aufgabe betraut, sich mögliche gesundheitliche Auswirkungen der Windenergie anzusehen.

Die Ergebnisse sind für alle Bereiche eindeutig. Angst vor einem „Wind Turbine Syndrom“, wie es immer wieder von Windkraftgegnern behauptet wird, braucht man nicht zu haben. „Es konnte kein Nachweis für einen ganze Gruppe von gesundheitlichen Auswirkungen festgestellt werden, die als „Wind Turbine Syndrom“ bezeichnet worden sind“, erklärt Wendy Heiger-Bernays, Professorin der Abteilung Umweltgesundheit der Universität in Boston und ergänzt: „Im Abstand von mehr als 400 Meter sind die Immisionen eines Windrades so gering, dass aus wissenschaftlicher Sicht die Störung minimal ist.“ Darüber hinaus zeigt die Studie aus Amerika, dass die Beteiligung der Bevölkerung an Windenergieprojekten nicht nur die Akzeptanz für die Windenergie sondern auch die subjektiv empfundenen Beeinträchtigungen reduzieren kann.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse spiegeln die Erfahrungen mit der Windenergie in Österreich sehr gut wieder. „Nach 20 Jahren Windstromerzeugung stellen wir immer wieder fest, dass bei der Planung von neuen Projekten zwar Ängste bezüglich gesundheitlicher Auswirkungen formuliert werden, diese sich aber bei bestehenden Windparks nicht bestätigen. Windkraftanlagen haben, wie auch diese neue Studie zeigt, keine gesundheitlichen Auswirkungen“, stellt Moidl abschließend fest.

* errichtet nach den in Österreich geltenden Vorschriften

PM: IG Windkraft

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