Welt-Klimakonferenz: Deutsche zweifeln am Erfolg und fordern schnellere Energiewende

Pressebild: Lichtblick
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Die Bundesbürger haben kein Vertrauen in die internationale Klimapolitik.

(WK-intern) – 69 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass die Staatengemeinschaft das ausgerufene Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, verfehlen wird. Dabei betonen 85 Prozent die enorme Bedeutung des Klimaschutzes.

Dies geht aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des Öko-Energieanbieters LichtBlick hervor. Am Montag startet in der peruanischen Hauptstadt Lima die zwölftägige UN-Klimakonferenz.

Auf die Frage nach den wichtigsten Themen der Welt-Klimakonferenz nennen 37 Prozent an erster Stelle den globalen Ausbau der erneuerbaren Energien, gefolgt von der Senkung des Energieverbrauchs (36 Prozent).

„Die globale Energiewende ist das Schlüsselprojekt der Klimapolitik. Der Preisverfall bei Solarmodulen und Batteriespeichern wird die Dynamik der Energierevolution in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. Durch eine kluge Klima- und Energiepolitik müssen diese Marktprozesse so beschleunigt werden, dass wir das globale 2-Grad-Ziel doch noch erreichen“, so Gero Lücking, Geschäftsführung Energiewirtschaft bei LichtBlick. „Mehr Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien wäre auch in Deutschland die beste Strategie, um klimaschädliche Kohlekraftwerke aus dem Markt zu verdrängen.“

Während das Vertrauen in die Politik gering ist, bemühen sich 92 Prozent der Befragten im privaten Umfeld um mehr Klimaschutz. So versuchen 78 Prozent, ihren Energieverbrauch zu senken. Immerhin zwei von fünf Bundesbürger verzichten häufiger auf das Auto und jeder Fünfte gibt an, Ökostrom zu beziehen.

Zur Umfrage:
Die repräsentative Klimaschutz-Umfrage führte das Meinungsforschungsinstitut YouGov am 10. und 11. November 2014 unter 1054 Bundesbürgern durch.

PM: Lichtblick

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