Norddeutscher Wissenschaftspreis für den Forschungsverbund Windenergie (FVWE)

Im Forschungsverbund bündeln die drei Partner DLR, ForWind und Fraunhofer IWES ihre interdisziplinäre Expertise und eine weltweit einmalige Forschungsinfrastruktur. / Pressebild: DLR
Im Forschungsverbund bündeln die drei Partner DLR, ForWind und Fraunhofer IWES ihre interdisziplinäre Expertise und eine weltweit einmalige Forschungsinfrastruktur. / Pressebild: DLR

Der Forschungsverbund Windenergie (FVWE) erhält den Wissenschaftspreis für Norddeutsche Kooperationen, der 2014 für den Bereich Energieforschung ausgelobt wurde.

(WK-intern) – Der Forschungsverbund Windenergie besteht aus den drei Partnern Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ForWind – Zentrum für Windenergieforschung und Fraunhofer IWES Nordwest. Der Wissenschaftspreis wird jährlich von den Wissenschaftsministerien der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Freie Hansestadt Bremen und Freie  und Hansestadt Hamburg vergeben und wurde am 28. November 2014 von der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, in Hannover verliehen.

Mit dem Norddeutschen Wissenschaftspreis werden bereits bestehende und bewährte, länderübergreifende Kooperationen in der Wissenschaft prämiert, die sich durch wissenschaftliche Exzellenz auszeichnen und die Wettbewerbsfähigkeit der Region langfristig stärken. Dies sei dem Forschungsverbund in dem für Norddeutschland immens wichtigen Windenergiesektor gelungen, sagte die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić. “Die Kooperationsleistung des Forschungsverbunds Windenergie ist vorbildlich”, betonte die Ministerin. Der Forschungsverbund Windenergie stehe für ein gelungenes interdisziplinäres Zusammenspiel zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung in einem gesellschaftlich und ökonomisch relevanten Bereich.

“Die intensive zielorientierte Zusammenarbeit der Partner im Forschungsverbund hat es uns ermöglicht große Projekte auf den Weg zu bringen, in denen wir uns den technologischen Herausforderungen der Windenergie stellen”, erklärte Dr. Stephan Barth, Geschäftsführer von ForWind und aktueller Lenkungskreisvorsitzender des Forschungsverbundes. “Die Auszeichnung freut uns sehr und sie motiviert unsere zahlreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam Lösungen und Innovationen für eine der wichtigsten Säulen des zukünftigen Energiesystems zu erarbeiten.”

Innovationen für die Windenergiebranche

Im Forschungsverbund bündeln die drei Partner DLR, ForWind und Fraunhofer IWES ihre interdisziplinäre Expertise und eine weltweit einmalige Forschungsinfrastruktur. Ziel ist es, gemeinsam mit der Windenergiebranche und einer breit aufgestellten natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschung wettbewerbsfähige und innovative Produkte zu entwickeln.

“Im Forschungsverbund ergänzen sich drei unterschiedliche Forschungseinrichtungen ideal. Einzigartig ist dabei die enge wissenschaftliche Vernetzung, mit der langfristige und technisch komplexe Projekte erst möglich werden”, sagte Prof. Ulrich Wagner, Vorstand für Energie und Verkehr beim DLR.

“Die kontinuierlich abgestimmte Entwicklung und gemeinsame Nutzung von Forschungsinfrastruktur und Methodenkompetenz stellt sicher, dass die vorhandenen Forschungsmittel optimal genutzt werden. Hierdurch konnte der Verbund auch sehr schnell internationale Sichtbarkeit erlangen und wesentliche Impulse zur technologischen Weiterentwicklung der Windenergie liefern”, fügte Prof. Andreas Reuter, Leiter des Fraunhofer IWES hinzu.

Intelligente Rotorblätter

In dem Projekt Smart Blades arbeitet der Forschungsverbund derzeit an Rotorblättern, die sich eigenständig auf lokale und schnell wechselnde Windgegebenheiten einstellen können. Diese intelligenten Rotorblätter, auch “Smart Blades” genannt, sollen unter anderem durch bewegliche Vorflügel und Hinterkanten den Wind effizienter nutzen. Flexible Rotorblätter müssen auch bei höheren Windgeschwindigkeiten nicht aus dem Wind gedreht werden, die Windenergieanlagen können damit mehr Strom ins Elektrizitätsnetz einspeisen. In dem Projekt untersuchen die Forscher zudem, mit welchem Design und Material Windenergieanlagen größer und damit leistungsfähiger gebaut werden können.

Der Forschungsverbund

Der 2013 gegründete Forschungsverbund Windenergie (FVWE) bündelt das Know-how von rund 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, um wegweisende Impulse für die Windenergieforschung der Zukunft zu geben. Die drei Partner Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ForWind – Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen – sowie das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) Nordwest, forschen mit Industrie, Politik und weiteren Forschungspartnern an langfristigen und strategisch wichtigen Großprojekten. Die Kooperation der drei Partner ermöglicht den unkomplizierten Zugriff auf eine weltweit einmalige Test-Infrastruktur gewährleistet Technologietransfer aus der Luftfahrt und stellt die Verknüpfung mit der universitären Forschung und Lehre sicher.

Weitere Informationen zu Forschungsprojekten und -anlagen:
http://www.forschungsverbund-windenergie.de

PM: DLR

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