Bayerns Energieministerin Ilse Aigner will auf konventionelle Kraftwerke nicht verzichten

Windanlage / Foto: HB
Windanlage: Gegenüber dem Vorjahr ist die Stromproduktion in Bayern insgesamt von 93,7 auf 90,9 TWh gesunken / Foto: HB

Bayerns Energieministerin Ilse Aigner zur Stromerzeugung in Bayern

Aigner: „Kein noch so erfolgreicher Ausbau der Erneuerbaren kann mittelfristig konventionelle Kraftwerke komplett ersetzen“

München – Bayerns Energieministerin Ilse Aigner sieht in den heute veröffentlichten Zahlen zur Stromproduktion in Bayern eine Bestätigung für die bayerische Forderung nach einem neuen Strommarktdesign. „Die sinkende Stromproduktion im Jahr 2013 ist auf die einbrechende Erzeugung aus Erdgas zurückzuführen“, so die Ministerin. Dagegen sei die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gestiegen.

Aigner: „Wir können auf konventionelle Kraftwerke noch nicht verzichten. Kein noch so erfolgreicher Ausbau der erneuerbaren Energien kann mittelfristig den Anteil konventioneller Kraftwerke ersetzen“.

Die Stromerzeugung aus Erdgas ist noch einmal von 12,4 TWh im vergangenen Jahr auf 9 TWh in 2013 gesunken. Aigner: „Wir brauchen jetzt ein Konzept zur Grundlastversorgung. Wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, brauchen wir jederzeit verfügbare, gesicherte Leistung.“ Das habe auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erkannt. „Es ist gut, dass Sigmar Gabriel mit dem Grünbuchprozess jetzt auf eine Reform des Strommarktdesigns hinarbeitet.“ Bis 2015 müsse eine neue Regelung stehen, die einen wirtschaftlichen Betrieb konventioneller Kraftwerke ermögliche, so die Ministerin: „Nur so kann der hohe Grad an Versorgungssicherheit aufrechterhalten werden.“

Gegenüber dem Vorjahr ist die Stromproduktion in Bayern insgesamt von 93,7 auf 90,9 TWh gesunken.

PM: Energieministerium Bayern

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