Beim Bundesländervergleich der Agentur für Erneuerbare Energien liegt Schleswig-Holstein vorn

Sichtbares Signal des Aufbruchs für die Energiepolitik in Schleswig-Hostein / Foto: HB
Sichtbares Signal des Aufbruchs für die Energiepolitik in Schleswig-Holstein sind die vielen Windkraftanlagen. Was aber immer gerne verschwiegen wird ist der Neubau von 4 bzw. 5 neuen Steinkohlekraftwerken in der Wilstermarsch und genau dafür brauchen wir neue Netze. Die “Landes-Netze” bezahlen die Verbraucher im Land, d.h. in Schleswig-Holstein zahlt der Verbraucher die bei weitem höchste Netzgebühr, und die Einwohner leiden natürlich unter den Altreaktoren, zerborstenen Atomfässern, hohen Raten an Kinder-Leukämie. Wenn die Steinkohlekraftwerke erst mal produzieren kann sich Energiewendeminister Habeck die Klimaschutzziele neu ausrechnen, davon bleibt nichts übrig. Doch was soll Schleswig-Holstein mit dem ganzen Strom? Jetzt schon versorgt es sich zu über 100% aus Windstrom. Die Masse Strom verringert den Börsenpreis, folglich wird der Überhangstrom für ein paar Cent verkauft oder man verschenkt ihn und bezahlt dafür, dass der “Stromberg” abgebaut wird.  / Text & Foto: HB

Studie sieht Schleswig-Holsteins Politik für Erneuerbare Energien vorn

Schleswig-Holsteins Landespolitik hat beim Bundesländervergleich der Agentur für Erneuerbare Energien, der heute (26.11.2014) in Berlin präsentiert wurde, die Nase weit vorn.

„Schleswig-Holstein gehört demnach zu den Spitzenreitern mit seiner Energiewendepolitik“, sagte Minister Robert Habeck. So belegt das Land bei den politischen Anstrengungen zur Nutzung der Erneuerbaren Energien Platz eins vor Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. „Das bestätigt uns in unserem Kurs“, sagte Habeck.

Hervorragend bewertet wird das Land in der Studie auch für seine Windenergie-Politik und für die Ausbauziele und Ausbauerfolge. „Die Studie lobt zudem eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz des Netzausbaus in Schleswig-Holstein. Das ist besonders erfreulich, denn der Netzausbau bedeutet für alle eine große Herausforderung. Unsere Anstrengungen, hier Bürgerinnen und Bürger, Verbände und Kommunen früh einzubeziehen, tragen Früchte“, sagte der Energiewendeminister. Positiv bewertet werden auch der Abbau von rechtlichen und administrativen Hemmnissen sowie die Energieberichterstattung der Landesregierung. Ebenfalls Spitzenplätze belegen die Studiengänge im Bereich der Erneuerbaren Energien anteilig an den Studiengängen im Land, sowie Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien anteilig an der Unternehmerlandschaft.

Luft nach oben gibt es noch bei den Anstrengungen zum technologischen Wandel bei den Erneuerbaren. „Da sind wir aber auf einem guten Weg. In der jetzt anlaufenden neuen Förderperiode sollen mindestens 40 Prozent der EFRE- und ELER-Mittel für Projekte der Energiewende, des Klimaschutzes, zur energetischen Optimierung sowie entsprechende Forschungs- und Entwicklungsprojekte verwendet werden“, sagte Habeck.

Während sich der Bundesländervergleich der Agentur für Erneuerbare Energien größtenteils noch auf Daten des Jahres 2012 bezieht, haben das Energiewendeministerium und das Statistikamt Nord heute bereits Zahlen zur Stromversorgung 2013 in Schleswig-Holstein veröffentlicht. Danach erreichte Strom aus Erneuerbaren Energien bereits 2013 einen rechnerischen Anteil am Bruttostromverbrauch von 75 Prozent und am Nettostromverbrauch von 89 Prozent. Damit hat Schleswig-Holstein im Jahr 2013 einen dreimal so hohen Beitrag der Erneuerbaren Energien zur Stromversorgung gegenüber dem Bundesdurchschnitt produziert. „Insbesondere mit den 2014 neu installierten Windkraftanlagen werden wir voraussichtlich als zweites Bundesland eine rechnerische Vollversorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien erreichen“ stellte Energiewendeminister Habeck fest. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Schleswig-Holstein den Ausbaupfad der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien konsequent verfolgt und damit auf gutem Weg ist, die Ausbau- und Klimaschutzziele zu erreichen.“

Die wichtigsten Fakten zur Stromversorgung in Schleswig-Holstein sind in der Anlage zusammengefasst.

PM: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

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