Ostküstenleitung: Bürgerkonferenz als Auftakt zum Dialogverfahren

Netzdimension / Foto: HB
Die besten Lösungen finden sich oft vor Ort / Foto: HB

Energiewendeminister Habeck: „Die besten Lösungen finden sich oft vor Ort“

(WK-intern) – Die Ostküstenleitung ist eines der entscheidenden Projekte für den Netzausbau in Schleswig-Holstein. Im Raum Kreis Segeberg / Kreis Stormarn über den Raum Lübeck bis in den Raum Göhl muss die Netzinfrastruktur ausgebaut werden, um die wachsenden Mengen an Strom aus erneuerbaren Energien zu transportieren.

KIEL/BAD OLDESLOE – Den Ausbaubedarf auf der 380 Kilovolt-Ebene hat die Bundesnetzagentur bestätigt. Das Energiewendeministerium startet nun ein Dialogverfahren, um Bürgerinnen und Bürger, Gemeinden und Verbände möglichst früh in die Planungen einzubeziehen.

Datum: 26. November 2014, 17.15 Uhr
Straße: Stormarnhalle, Am Bürgerpark 4
Ort: Bad Oldesloe

Energiewendeminister Robert Habeck betont: „Netzausbau ist der Schlüssel für die Energiewende. Ohne ihn geht es nicht. Er bedeutet aber auch immer einen Eingriff in die Lebensumwelt, in die Natur und in die Kulturlandschaft. Deshalb wollen wir vom Energiewendeministerium aus die Sorgen zu diesem Infrastrukturprojekt hören und diskutieren, Fragen aufnehmen und beantworten, und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern nach guten Lösungen für die Konflikte vor Ort suchen. Diese lassen sich dort meist am besten finden.“

Hintergrund:

Zwei Schritte beim Dialogverfahren: Das Energiewendeministerium bietet das Dialogverfahren in der Region in zwei Schritten an. Von Ende November 2014 bis voraussichtlich Mitte April 2015 wird zunächst für den 1. Abschnitt (Kreis Segeberg / Kreis Stormarn bis in den Raum Lübeck) in der betroffenen Region über die Planungen informiert. In einem zweiten Schritt wird dann voraussichtlich von Anfang März bis Mitte Juli 2015 für die zusammengefassten Abschnitte Raum Lübeck – Göhl und Raum Lübeck – Siems ebenfalls ein Dialogverfahren durchgeführt.

Ausbaubedarf: In der Region Ostholstein werden heute schon mehr als 500 Megawatt Erzeugungsleistung durch erneuerbare Energien ins Netz eingespeist. Weitere rund 1.000 Megawatt an Leistung vor allem aus Windenergie werden in den nächsten Jahren hinzukommen. Doch bereits jetzt werden aufgrund von Netzengpässen Windanlagen vorübergehend abgeschaltet. Der Netzentwicklungsplan 2013 hat bestätigt, dass die Netzinfrastruktur ausgebaut werden muss.

Die Gesamtstrecke der Ostküstenleitung gliedert sich in drei Maßnahmen • Abschnitt 1: Kreis Segeberg – Raum Lübeck (Netzverstärkung der bestehenden 220 kV Leitung) • Abschnitt 2: Raum Lübeck – Siems (Netzverstärkung der bestehenden 220 kV Leitung) • Abschnitt 3: Raum Lübeck – Raum Göhl (Neubau einer 380 kV Leitung) Nach Inbetriebnahme der ersten beiden Abschnitte als 380 kV Leitung ist beabsichtigt, die bestehende 220 kV Leitung von Hamburg/Nord (TenneT) nach Lübeck zurück zu bauen.

Zeitplan:

Im jetzt beginnenden Dialogprozess sollen Bürgerinnen und Bürger in die Planungen für den groben Korridor der Leitung einbezogen werden. 2015 beginnt dann die Feinplanung. Im dritten Quartal 2016 sollen die Planfeststellungsunterlagen für den ersten der drei Abschnitte eingereicht werden, Mitte 2018 soll dieser im Bau sein.

PM: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume  S-H

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