Eindringliche Warnung, den Weg in die Klimakatastrophe zu verlassen

Klimaänderung mit neuen Wolkenbildern / Foto: HB
Klimaänderung mit neuen Wolkenbildern / Foto: HB

GLOBAL 2000: World Energy Outlook 2014 ist eindringliche Warnung, den Weg in die Klimakatastrophe zu verlassen

(WK-intern) – Vier Mal mehr Investitionen in Erneuerbare Energie und Energieeffizienz notwendig, wenn die größten Bedrohungen des Klimawandels noch abgewendet werden sollen

Der diesjährige Bericht der Internationalen Energieagentur, der World Energy Outlook 2014, der heute in der Wiener Hofburg präsentiert wird, kann aus Sicht der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 nur als eindringliche Warnung an die Politik verstanden werden, den Weg in die Klimakatastrophe zu verlassen.

Vorhandenes CO2-Budget bis zum Jahr 2100 schon 60 Jahre vorher aufgebraucht

Nach dem zentralen Energie-Szenario des Berichts steigt der Energieverbrauch bis 2040 um 37 Prozent, bei einem fossilen Anteil von ca. 75 Prozent. Wenn das eintrifft, dann würde bereits bis zum Jahr 2040 eine Menge an CO2-Emissionen in die Atmosphäre gelangen, die eine Erwärmung von mehr als 2 Grad Celsius verursacht. Das gesamte CO2-Budget, das weltweit maximal bis zum Jahr 2100 zur Verfügung steht, wäre dann schon 2040 aufgebraucht. Ab 2040 dürfte demnach keine einzige Tonne CO2 mehr ausgestoßen werden, wenn irreparable Klimaschäden vermieden werden sollen.

Appell an die Regierung: Österreich zum Klimaschutz-Vorreiter in der EU machen!

“Dieser Bericht ist eine eindringliche Warnung an die Politik, den Weg in die Klimakatastrophe zu verlassen und auf erneuerbare Energie und Energieeffizienz zu setzen. Im Vorfeld der internationalen Klimaverhandlungen, die nun in die entscheidende Phase gehen, müssen sowohl die EU und auch Österreich jetzt ihre Positionen neu überdenken. Wir fordern zusätzlich Umweltminister Andrä Rupprechter, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Bundeskanzler Werner Fayman auf, ein ambitoniertes österreichisches Energiepaket auszuarbeiten, das den Ausstieg aus fossilen Energien festlegt und Österreich zu einem Vorreiter in Sachen Klimaschutz macht”, so Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000. Die internationale Energieagentur geht davon aus, dass die Investitionen in erneuerbare Energie und Energieeffizienz gegenüber dem Basisszenario vervierfacht werden müssen, wenn das Ziel, die größten Bedrohungen des Klimawandels noch abzuwenden, erreicht werden soll.

EU-Klima- und Energieziele nachbessern notwendig

Erst Ende Oktober vereinbarte die EU ein Klima- und Energiepaket, das vorsieht, die Treibhausgasemissionen um mindestens 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren, den Anteil erneuerbarer Energie auf mindestens 27 % zu steigern und die Energieefffizienz um mindestens 27 % zu erhöhen. Teilweise sind die Ziele aber für die Nationalstaaten unverbindlich. GLOBAL 2000-Klimasprecher Johannes Wahlmüller: “Diese Ziele sind völlig unambitioniert und entsprechen nicht dem fairen Beitrag, den die EU zur Eindämmung einer globalen Klimakrise leisten muss. Es braucht dringend eine Nachbesserung des Pakets.” GLOBAL 2000 spricht sich dafür aus, die Treibhausgasemissionen um mindestens 60 % zu reduzieren, den Anteil erneuerbarer Energie auf 45 % zu steigern und die Energieeffizienz um 50 % zu erhöhen.

PM: Global 2000

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