VDMA entdeckt die KWK-Anlagen als verborgenes Marktpotenzial

Energieeffizienz in Privathaushalten, Energieverschwender ausgeschaltet / Foto: HB
Energieeffizienz in Industrie und Gebäudewirtschaft, Energieverschwender ausgeschaltet oder die Wärme nutzen / Foto: HB

VDMA: Verborgenes Marktpotenzial heben

Dezentrale Energieversorgung wächst in Industrie und Gebäudewirtschaft und kann so Stagnation im Bioenergiebereich kompensieren

Nachdem Biogas- und Biomasseverstromung stagnieren, entdeckt der Maschinenbau ein neues internationales Marktsegment für dezentrale Energieversorgung durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): Die Industrie und Gebäudewirtschaft. Potenzial besteht besonders in jenen Sektoren, die bisher nur selten KWK-Anlagen genutzt haben, aber über einen gleichbleibenden Bedarf sowohl an Strom als auch an Wärme verfügen.

Das am 1. August 2014 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG) hat den Ausbau von Stromerzeugungsanlagen auf der Basis von Biogas und Biomasse zum Erliegen gebracht. Was bleibt, ist der wichtige Markt für die Modernisierung und Optimierung der Anlagen sowie die Exportmärkte. Die Idee der Dezentralität ist deswegen noch lange nicht ad acta gelegt. Im Gegenteil: Mit zunehmendem Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien wird die Flexibilität der dezentralen Anlagen, vor allem auch von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), für das Energiesystem immer wichtiger. „Der Markt für Flexibilisierungsmaßnahmen bei bestehenden Biogasanlagen und das internationale Geschäft wachsen. Dasselbe gilt für die Modernisierung und den Neubau dezentraler Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auf Erdgasbasis“, sagt Gerd Krieger, stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbands VDMA Power Systems.

Gerade für jene Industriebranchen und Teile der Wohnungswirtschaft, die über Potenziale zur Wärmenutzung verfügen, werden hohe Wachstumsraten vorhergesagt. So wird beispielsweise im Industriesektor „Ernährung und Tabak“ bis 2030 eine jährliche Wachstumsrate von 4,5 Prozent erwartet, wie eine vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Auftrag gegebene und im Oktober vorgestellte Studie ermittelt hat[1]. Die Lebensmittelindustrie ist dabei nur ein Beispiel unter vielen, das zeigt, dass die Zukunftsmärkte der dezentralen Energie in der Industrie und im Gebäudebereich liegen – und zwar international. Deutschlands europäische Nachbarländer, inzwischen aber auch Märkte in Nordamerika und Asien, fragen verstärkt KWK-Technologie nach und sorgen beim deutschen Maschinenbau in dem Bereich für ein hohes Exportvolumen von bis zu 80 Prozent.

Auf der Energy Decentral 2014 können sich Besucher aus aller Welt über die neusten Trends informieren und die hohe Beratungskompetenz der Unternehmen nutzen.

VDMA Power Systems auf der Energy Decentral 2014:

Sie finden uns in Halle 22, Stand 22B09.

Am Donnerstag, 13. November, Smart Energy Forum (Halle 22, Stand 22C12)
•         10:00 Uhr: „Wie geht es weiter mit der KWK?“ – Vortrag Gerd Krieger, Stv. Geschäftsführer, VDMA Power Systems
•         14:00 Uhr: „Netzanschlussbedingungen und Nachweisverfahren für Verbrennungsmotorenanlagen“ – Vortrag Leopold Greipl, Referent für Netze, VDMA Power Systems

Über VDMA Power Systems
VDMA Power Systems ist ein Fachverband des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA e.V. Der Fachverband vertritt im In- und Ausland die Interessen der Hersteller von Windenergie- und Wasserkraftanlagen, Brennstoffzellen, Gas-/Dampfturbinen und -anlagen sowie Motorenanlagen. Für sie alle dient VDMA Power Systems als Informations- und Kommunikationsplattform für alle Themen der Branchen wie Energiepolitik, Gesetzgebung, Marktanalysen, Messen, Normung, Standardisierung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Über VDMA e.V.
Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt über 3.100 vorrangig mittelständische Mitgliedsunternehmen der Investitionsgüterindustrie und ist damit einer der mitgliederstärksten und bedeutendsten Industrieverbände in Europa. Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine Schlüsseltechnologie und der Motor für die Wirtschaft. Mit 1.008.000 Beschäftigten (2014) im Inland ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber. Rund 77 Prozent der deutschen Produktion gehen in den Export.

PM: VDMA e.V.

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