BWE: Nutzwälder gut für Windenergieanlagen geeignet

Windanlage über den Baumkronen / Foto: HB
Windanlage über den Baumkronen / Foto: HB

Wir brauchen einen dezentralen Ausbau der preiswerten Windenergie an Land.

(WK-intern) – Die heutigen Erfordernisse der Energiestrategie sind mit Windenergie in der Offenlandschaft allein nicht zu erreichen.

Deshalb werden vor allem im Süden Deutschlands auch Nutzwälder in die Planung einbezogen. Die Staatsforste in mehreren Bundesländern sind hier bereits aktiv geworden.

Deren zumeist mit Monokulturen genutzte forstwirtschaftliche Flächen mit oft bereits schwerlastfähig ausgebauten Zugangswegen eignen sich gut für Windanlagen. Störungen, die in der Regel ohnehin nur während der Bauphase auftreten, sind gering, da sich der Lebensraum der Tiere weit unterhalb der Rotoren befindet. Die natur- und artenschutzfachlichen Belange werden in jedem einzelnen Genehmigungsverfahren gründlich geprüft“, machte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE), heute in Berlin deutlich.

„Intensiv genutzte Wirtschaftswälder, die Forsten, eignen sich für die Windkraftplanung. Der ursprüngliche Wald ist heutzutage homogenisiert und hat mit wenigen Baumarten nur noch eine eingeschränkte natürliche Vielfalt. Unsere Erfahrungen belegen inzwischen: Moderne Windenergieanlagen mit Nabenhöhen um 140 m und Rotortiefpunkten über 90 m lassen über 60 m freien Luftraum über den Baumkronen und stören den Lebensraum Forst wenig. Die Hälfte der beim Bau benötigten Freiflächen wird wieder aufgeforstet, die dauerhaft gerodeten Flächen werden andernorts rekultiviert und lassen ökologisch höherwertigen Wald entstehen. Die rund um die Windkraftanlagen entstandenen Lichtungen entwickeln sich innerhalb kürzester Zeit zu artenreichen Standorten, die vielfältiger sind als zuvor. Gezielte Ausgleichsmaßnahmen schaffen bzw. verbessern Brut- und Nahrungshabitate für geschützte Arten. Naturschutzfachlich wertvolle Bestände werden natürlich nicht beplant“, so Bettina Wilkening, Sprecherin des Arbeitskreises Naturschutz und Windenergie im BWE.

Der BWE verwies in diesem Zusammenhang auch auf ein seit 2012 laufendes Projekt des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, mit welchem ‚Fachstandards für naturverträgliche Planung und Umweltprüfung von Windenergie im Wald‘ erarbeitet werden (www.naturschutzstandards-wind-im-wald.de/projektbeschreibung

Waldwindpark / Foto: HB
Waldwindpark / Foto: HB

).

Zudem machte die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Fachagentur Windenergie an Land erst im Juli 2014 deutlich, dass die Errichtung von Windkraftanlagen in strukturarmen Forsten einen Beitrag zum Klima- und Naturschutz leistet. (Dokumentation Wind im Wald)
„Fest steht: Die forstlich genutzten Gebiete in unserem Land eignen sich als Standorte für die Windenergie genauso wie Flächen im Offenland. Windenergieanlagen über Forstflächen leisten einen Beitrag zum dezentralen Umbau der Energiewirtschaft“, so Hermann Albers.

PM: Der Bundesverband Windenergie e.V.

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