Börsen-Strompreis bleibt erneut unter vier Cent je Kilowattstunde

Strompreise für die Industrie sind gestiegen ISPEX AG: Gaspreise auf niedrigstem Stand seit 2011

(WK-intern) – Die Strompreise für Industrie und Gewerbe sind zum ersten Mal seit Juli wieder gestiegen.

Bayreuth – Die durchschnittlichen Preise sind laut aktuellem ISPEX-Energiepreisindex für Strom im Oktober um 0,25 Cent je Kilowattstunde höher als im Vormonat. Der Preisindex für Gas ist dagegen um 0,13 Cent je Kilowattstunde gefallen und damit auf dem niedrigsten Stand seit 2011.

Strompreis bleibt erneut unter vier Cent je Kilowattstunde

Wie bereits im Juli folgte nun auch im Oktober der Einkaufspreis für Strom den Börsenpreisen. Der Energiepreisindex für den Einkauf von Strom, als Durchschnittswert der besten Angebote aller bietenden Lieferanten, ergab im Oktober einen Wert von 3,97 Cent je Kilowattstunde. Damit bleibt er trotz der leichten Steigerung unter einem Wert von vier Cent je Kilowattstunde, den er zuletzt im August knapp überschritten hatte.

“Aufgrund der eher verhaltenen Erwartungen an die Weltwirtschaft könnte der Anstieg im Oktober nur eine Zwischenstation sein und sich schon bald wieder relativieren”, stellt Stefan Arnold, Vorstandsvorsitzender der ISPEX AG, bei der Analyse der Strompreisentwicklung fest. “Setzt sich der Trend in den kommenden Wochen fort, sollten Unternehmen prüfen, ob sie sich nicht zur Absicherung gegen steigende Preise zumindest für einen Teil ihres Bedarfs kurzfristig eindecken”, so Arnold.

Der Gaspreisindex ist auf dem niedrigsten Stand seit 2011

Anders als in den vergangenen Jahren führte die politische Unsicherheit im Nahen Osten an den Börsen nicht zu steigenden Ölpreisen, die dann oft auch die Gaspreise steigen ließen.

Diese Marktentwicklungen haben nachvollziehbare Auswirkungen auf die Beschaffungspreise für Unternehmen. Die im ISPEX-Energiepreisindex verankerten erzielten Durchschnittpreise fielen im Oktober von zuletzt 2,67 auf 2,53 Cent je Kilowattstunde. Das ist der tiefste Stand seit erstmaliger Berechnung des Energiepreisindex für das Jahr 2011. Das Preisniveau ist damit auch deutlich niedriger als zu Jahresbeginn, als die Preise bei rund 2,8 Cent je Kilowattstunde lagen.

Nach wie vor kaum vorhersehbar ist die weitere Preisentwicklung. Ob die besser als befürchtet ausgefallenen internationalen Konjunkturdaten in der Lage sind, den seit Monaten anhaltenden Preistrend zu brechen, bleibt abzuwarten. “Viele Unternehmen nutzen jetzt die Chance, sich mit günstigem Gas für die Jahre 2015 und 2016 einzudecken, um neben einem günstigen Preis auch Kalkulationssicherheit zu erhalten”, weiß Stefan Arnold aus den Analysen. In jedem Fall sollten Unternehmen jederzeit bereit sein, bei einer eventuell einsetzenden Trendumkehr schnell reagieren und sich mit günstigem Gas eindecken zu können, so der Energieexperte.

Zur Methodik

Die ISPEX AG berechnet monatlich den ISPEX-Energiepreisindex Industrie für Strom und Gas. ISPEX analysiert die aktuellen Preisentwicklungen beim Strom- und Gaseinkauf für Industrie- und Gewerbebetriebe. Für den ISPEX-Energiepreisindex Industrie werden die jeweils besten abgegebenen Gebote für Sondervertragskunden im Rahmen von Auktionen und Ausschreibungen für Industriekunden zur Strom- und Gasbeschaffung auf der unabhängigen Plattform energie-handelsplatz.de erfasst. Sie werden anonymisiert und aggregiert monatlich ausgewertet.

Der Preisindex stellt den Mittelwert aller im jeweiligen Monat abgegebenen Gebote dar, unabhängig vom zu Grunde liegenden Zeitraum der Belieferung. Es wird ausschließlich der Preis für Lieferstellen von Sondervertragskunden und nur das jeweils beste Angebot der teilnehmenden Energielieferanten für eine Lieferstelle berücksichtigt. Zusätzlich wird der Preisindex für jedes Kalenderjahr berechnet. Dabei gehen nur Preisstellungen in die Berechnung ein, die scharf abgegrenzt für das bestimmte Lieferjahr gültig sind und im entsprechenden Monat des Index abgegeben wurden.

PM:  ISPEX AG / Energie-Handelsplatz

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