Bayerisches Handwerk begrüßt Energiedialog in Bayern

Schlagbauer: “Wir brauchen klare Entscheidungen”

(WK-intern) – Das Bayerische Handwerk begrüßt den von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner gestarteten Energiedialog zwischen Bürgern, Wirtschaft und Experten: “Wenn ergebnisoffen diskutiert wird und am Ende klare Entscheidungen stehen, ist das eine gute Sache”, betont der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Georg Schlagbauer.

Der BHT-Präsident sieht, wie auch sein Amtsvorgänger Heinrich Traublinger, MdL a. D., im Gelingen der Energiewende eine Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Für das Handwerk zählt vor allem eine Kostenbegrenzung für seine Betriebe. “Die Belastung der kleinen und mittleren Betriebe des Handwerks ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Damit muss Schluss sein”, fordert Schlagbauer. Laut einer Studie des Deutschen Handwerksinstituts (DHI), in der die Auswirkungen des Erneuerbare-Energien Gesetzes auf das Handwerk untersucht wurden, summieren sich allein die Belastungen für die deutschen Handwerksunternehmen durch die EEG-Umlage auf 0,9 bis 1,1 Mrd. Euro pro Jahr. Während viele Großunternehmen von den Kosten der Energiewende entlastet werden, verlieren die Handwerksbetriebe Finanzkraft, die für Investitionen fehlt.

Der Plan Bayerns, die steuerliche Absetzbarkeit der energetischen Sanierung von Gebäuden wieder als Initiative in den Bundesrat einzubringen, wird vom BHT voll und ganz unterstützt: “Die Energiewende ist ohne energetische Sanierungsmaßnahmen nicht zu schaffen. Und eine steuerliche Förderung rechnet sich”, erklärt Schlagbauer. Pro Euro an Steuern, auf die der Staat verzichtet, würden acht bis zehn Euro Investitionen ausgelöst, die wiederum Steuern und Sozialabgaben in die Staatskasse spülen.

PM: Bayerischer Handwerkstag

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