Windräder in BürgerInnenhand

Bürgerwindpark / Foto: HB
Bürgerwindpark / Foto: HB

11.000 Personen in Österreich an Windparks beteiligt.

(WK-intern) – Seit mehr als 20 Jahren erzeugen in Österreich Windräder sauberen und umweltfreundlichen Strom.

Seit Anbeginn ist die Bürgerbeteiligung ein wichtiger Bestandteil des Windkraftausbaus in Österreich.

„Die Windenergie in Österreich ist sehr stark in BürgerInnenhand“, freut sich Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt: „Und laufend kommen weitere Windenergiebegeisterte hinzu.“ In keinem Land ist der Ausbau der Windenergie so sehr von privaten Initiativen getragen worden wie in Österreich. Ein wesentliches Element dabei war die Einbindung der regionalen Bevölkerung durch die Möglichkeit, sich an Windkraftprojekten finanziell zu beteiligen. „Es freut mich, dass die Nähe zur Bevölkerung bei der Windenergie nach wie vor gelebte Praxis ist“, erklärt Moidl. Derzeit sind mehr als 11.000 Personen an Windparks in Österreich beteiligt.

Die Anlagen der BurgenländerInnen

Bereits das dritte Windrad von der Energie Burgenland wird am 6. November zum BürgerInnenwindrad. Es steht im Windpark Baumgarten im Bezirk Mattersburg. An den ersten zwei Windrädern sind bereits 1.500 Personen mit einem Beteiligungsvolumen von rund 4,7 Mio. Euro beteiligt. Für das Windrad in Baumgarten werden insgesamt Miteigentumsanteile, die einem Gegenwert von insgesamt 2,25 Mio. Euro entsprechen, vergeben. „Wenn sich Ökologie und Ökonomie miteinander verbinden lassen, macht das doppelt Sinn“, erklärt Michael Gerbavsits, Vorstandssprecher Energie Burgenland. „So werden Privatpersonen Teil der Windkraft Burgenland und haben die Möglichkeit, in eine umweltfreundliche Energiezukunft zu investieren.“ Die Energie Burgenland ist der größte Windkraftbetreiber in Österreich.
www.energieburgenland.at
Kostenfreies Kundentelefon: 0800 888 9000

Windkraftinvestment durch Anleihen

Anfang des Jahres wird auch die Windkraft Simonsfeld wieder Anleihen emittieren. „Wir wollen in den kommenden zwei Jahren mindestens 16 zusätzliche Windkraftwerke im Weinviertel errichten. Damit steigern wir unsere jährliche Stromproduktion um 140 Millionen Kilowattstunden – das entspricht in etwa einem Viertel unserer derzeitigen Jahresproduktion. Allen, die in erneuerbare Energien investieren wollen, bieten wir Anfang nächsten Jahres eine Anleihe als Beteiligungsprodukt an“, stellte Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld AG, in Aussicht. Der Weinviertler Windkraftbetreiber ist ein Pionier der Windenergie in Österreich, einer der größten privaten Betreiber und die zweitgrößte Bürgerbeteiligungsgesellschaft in Österreich mit 1.674 AktionärInnen.
www.wksimonsfeld.at/anleihe

Der Waldviertler Windkraftbetreiber W.E.B. hat seine letzte Anleihen Emission gerade abgeschlossen. Knapp 1.000 Personen haben sich mit einer Summe von 15 Mio. Euro somit an den Windkraftprojekten der W.E.B. beteiligt. Die W.E.B. ist die größte Bürgerbeteiligungsgesellschaft in Österreich mit 3.616 AktionärInnen.
www.windenergie.at

Steiermark im Kommen

Der Windkraftausbau in der Steiermark hat durch die Zonierung wieder Fahrt aufgenommen. Die Energie Steiermark ist vorne mit dabei und hat bei ihrem ersten Windparkprojekt in der Steiermark auf der Freiländeralm der Bevölkerung die Beteiligung an einem Windrad ermöglicht. Die Beteiligung ist allen Ökostromkunden der Energie Steiermark möglich und hat ein Volumen von 3 Mio. Euro. Einige Hundert Personen sind bereits Windkraft-AnlegerInnen.
http://beteiligung.e-steiermark.com

Gemeinde als Eigentümer

Eine neue Form einer indirekten BürgerInnen-beteiligung stellt der 15-MW-Windpark Munderfing im oberösterreichischen Kobernaußerwald dar, der erst kürzlich eröffnet wurde. Er ist der erste Windpark in Österreich der mehrheitlich in Gemeindebesitz ist. „Mit den fast 2.800 EinwohnerInnen der Gemeinde ist es somit das größter BürgerInnenbeteiligungsprojekt eines einzelnen Windparks, das jemals in Österreich umgesetzt wurde“, erklärt Bürgermeister Martin Voggenberger und nennt als wesentlichen Vorteil: „Dadurch, dass die Gemeinde das Projekt betreibt, sind auch alle jene GemeindebürgerInnen mit dabei, die selbst keine Möglichkeit für eine Beteiligung hätten.

PM: IG Windkraft

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