Spitzenbewertung vom Wissenschaftsrat für das Biodiversitäts- und Klima Forschungszentrum (BiK-F)

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Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) erhält Spitzenbewertung vom Wissenschaftsrat

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(WK-intern)– Der Wissenschaftsrat – höchstes beratendes Gremium der Bundesregierung und der Länder in wissenschaftlichen Themen – attestiert dem Frankfurter Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) eine exzellente, leistungsstarke Einrichtung zu sein.

Das BiK-F wurde im Sommer 2014 im Rahmen seiner angestrebten Eingliederung in die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, die zur Leibniz-Gemeinschaft gehört, durch eine unabhängige Gutachtergruppe des Wissenschaftsrates evaluiert. In der jetzt veröffentlichten Stellungnahme befürwortet das Gremium ausdrücklich diese Integration.

Der Wissenschaftsrat hebt besonders hervor, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BiK-F in innovativer Weise Methoden und Ansätze der Bio- und Geowissenschaften kombinieren, um die gesellschaftlich wichtige Biodiversitäts- und Klimaforschung voranzutreiben. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal entstehe durch die angestrebte Eingliederung in Senckenberg ein wissenschaftlicher Mehrwert für ganz Deutschland. Das Forschungszentrum habe in den sechs Jahren seit seiner Gründung schon strukturbildend in der Biodiversitäts- und Klimaforschung gewirkt und überregionale Bekanntheit erreicht.

„Wir freuen uns über diese hervorragende Bewertung und danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement bei der Evaluierung“, sagt Prof. Katrin Böhning-Gaese, Direktorin des BiK-F. „Die Spitzenbewertung des Wissenschaftsrates unterstreicht, dass wir uns mit unserem erst 2008 aus der Taufe gehobenen Institut in relativ kurzer Zeit erfolgreich auf hohem wissenschaftlichen Niveau etabliert haben, und dass wir mit der Integration des BiK-F in die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung die richtigen Weichen für die Zukunft stellen“, ergänzt Prof. Volker Mosbrugger, wissenschaftlicher Koordinator des BiK-F und Senckenberg-Generaldirektor.

Die Stellungnahme des Wissenschaftsrats ist unter:

Neues Verfahren zur strategischen Erweiterung von Leibniz-Einrichtungen | Wissenschaftsrat bewertet zwei Erweiterungsvorhaben

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat ein neues Verfahren auf den Weg gebracht, das für Erweiterungsvorhaben von bereits bestehenden Leibniz-Einrichtungen und für Neuaufnahmen in die Leibniz-Gemeinschaft gilt. Dem Wissenschaftsrat kommt hierbei die Aufgabe zu, die wissenschaftliche Qualität, überregionale Bedeutung und strukturelle Relevanz eines solchen Antrags für das Wissenschaftssystem zu bewerten. Im aktuell ersten Durchlauf des neuen Verfahrens handelt es sich in beiden Fällen um strategische Erweiterungsvorhaben:

1 −   Erweiterung der Senckenberg Forschungsinstitute und Naturmuseen um
das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Frankfurt am Main, und

2 −  Erweiterung des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden  e. V. (IPF) um das Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik e. V. (KSI), Meinsberg.

Die strategische Erweiterung der Senckenberg Forschungsinstitute und Naturmuseen, die der Leibniz-Gemeinschaft angehören, um das BiK-F hält der Wissenschaftsrat für eine ausgesprochen gelungene Maßnahme. „Das BiK-F ist eine exzellente, leistungsstarke Einrichtung“, so der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Manfred Prenzel. „Seit seiner Gründung im Jahr 2008 hat es sich einen überregionalen Ruf erarbeitet und in der Biodiversitäts- und Klimaforschung bereits strukturbildend gewirkt.“ Insbesondere hat überzeugt, wie die unterschiedlichen Ansätze von Bio- und Geowissenschaften in einer gemeinsamen Biodiversitäts- und Klimaforschung effektiv miteinander verbunden werden. Insofern führt die Erweiterungsmaßnahme zu einem echten wissenschaftlichen Mehrwert sowohl für Senckenberg als auch für die Bundesrepublik Deutschland.

Künftig soll das BiK-F seine Arbeiten stärker auf ausgewählte Zeitskalenabschnitte und Ökosysteme im Rahmen des Senckenberg-Ansatzes der Geo-Biodiversität konzentrieren. Abschließend empfiehlt der Wissenschaftsrat, Senckenberg in den kommenden Jahren zu konsolidieren und die Verknüpfung zwischen dessen Standorten, Sammlungen und anderen Forschungsinfrastrukturen sowie der Geobiodiversitätsforschung zu intensivieren.

Hintergrundinformation zum Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Frankfurt/M.

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Im zweiten Fall würdigt der Wissenschaftsrat die hohe wissenschaftliche Qualität des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) und des Kurt-Schwabe-Instituts für Mess- und Sensortechnik (KSI). Das Konzept zur strategischen Erweiterung des IPF um das KSIhat indessen aber nicht überzeugen können.„Ausschlaggebend für diese Bewertung war vor allem, dass das wissenschaftliche Potenzial einer Integration nicht hinreichend begründet und konkretisiert wird. Eine konsistente und schlüssige Forschungs- und Entwicklungsstrategie liegt nicht vor“, erklärte Prenzel das Ergebnis der Beratungen. Insbesondere die hohe Systemkompetenz des KSI auf dem Gebiet der Sensorik muss nachhaltig gesichert werden. Ebenfalls nicht überzeugen konnte das Konzept zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die notwendige Anbindung der vorgesehenen Nachwuchsgruppe im Bereich der Mikrosystemtechnik am Standort Waldheim/Meinsberg in das universitäre und außeruniversitäre Forschungsumfeld ist nicht klar. Außerdem stecken die Planungen zum organisatorischen Übergangsmanagement erst in den Anfängen. Die Erweiterungsmaßnahme wird daher nicht empfohlen.

Híntergrundinformation zum Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik e. V. (KSI), Meinsberg

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Stellungnahme zur strategischen Erweiterung der Senckenberg Forschungsinstitute und Naturmuseen (SFN) um das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Frankfurt/M. (Drs. 4202-14)

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Stellungnahme zur strategischen Erweiterung des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF) um das Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik e.V. (KSI), Meinsberg (Drs. 4203-14)

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PM: Sabine Wendler LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F)
Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

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