Land der Ideen – Pellworm-Projekt im Finale zum bundesweiten Wettbewerb

Pellworm-Projekt im Finale zum bundesweiten Wettbewerb „Land der Ideen“

  • Intelligentes Stromnetz Pellworm ist einziges Projekt aus Schleswig-Holstein
  • Wirtschaftsminister Meyer ruft zur Unterstützung bei Online-Wahl auf

(WK-intern) – Als einziges Projekt aus Schleswig-Holstein hat es das Intelligente Stromnetz auf Pellworm in das Finale des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ geschafft.

Vom 29. Oktober bis zum 5. November können die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner ihre Stimme auf http://www.land-der-ideen.de/wettbewerbe/ausgezeichnete -orte-innovationen-querfeldein für dieses Energiewende-Vorreiterprojekt abgeben.

Unterstützt wird dieses Projekt von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer: „Bei einem Besuch auf Pellworm konnte ich mich erst vor wenigen Tagen selbst davon überzeugen, dass mit diesem Projekt die Zukunft einer gesicherten und zuverlässigen Stromversorgung auf Grundlage der erneuerbaren Energien erprobt und demonstriert wird. Hier werden Erkenntnisse und Anknüpfungspunkte für neue Produkte und Dienstleistungen, Innovationen und wirtschaftliche Nutzung aufgezeigt.

Kurz gesagt: Das Projekt nimmt die Zukunft vorweg und zeigt uns den Weg der zukünftigen, umweltfreundlichen und wirtschaftlich sicheren Energieversorgung von morgen auf“.

„Auf Pellworm erproben wir im Kleinen, was möglicherweise andernorts in größerem Maßstab zur Beschleunigung der Energiewende beitragen kann“, sagt Matthias Boxberger, Vorstand der Schleswig-Holstein Netz AG. „Wir testen hier, wie man möglichst viel von dem vor Ort erzeugten Strom aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen auch vor Ort verwerten kann, um so die Abhängigkeit von überregionalen Stromtransporten zu verringern.“

Schleswig-Holstein ist einer der Vorreiter der Energiewende: Im nördlichsten Bundesland sind bereits rund 6.000 Megawatt Leistung aus regenerativen Erzeugungsanlagen installiert, während der Bedarf der Schleswig-Holsteiner in Spitzenzeiten lediglich rund 1.500 Megawatt beträgt. Auch bei der Anzahl der regenerativen Erzeugungsanlagen ist Schleswig-Holstein auf Rekordkurs: Waren es Ende 2010 erst 17.500 EEGAnlagen, so sind es derzeit über 32.000 Anlagen, die Strom aus regenerativen Energien erzeugen. Doch eine der Kernherausforderungen der Energiewende ist nach wie vor, dass Stromerzeugung und –verbrauch oft nicht zeitgleich erfolgen.

Mit der Einbindung von leistungsstarken Batterien, Haushaltsspeichern, Elektrospeicherheizungen sowie Elektroautos in ein intelligentes Stromnetz erprobt Schleswig Holstein Netz auf Pellworm die lokale Speicherung von regenerativ erzeugtem Strom.

Darüber hinaus wird im Rahmen des Projektes „SmartRegion Pellworm“ der Datenaustausch zwischen den Stromanschlüssen der Kunden und den Erzeugungsanlagen auf der Insel erprobt und weiterentwickelt. Ziel des Projektes ist es, gleich mehrere Herausforderungen der Energiewende anzugehen: die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien sowie deren bessere Verwertung vor Ort.

Die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ hat unter dem diesjährigen Motto „Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht“ gemeinsam mit der Deutschen Bank 100 herausragende Projekte gesucht, die einen positiven Beitrag zur Gestaltung ländlicher Räume und Regionen liefern und sie so fit für die Zukunft machen.

Zwischen dem 6. und 19. Oktober wurden per Onlineabstimmung zunächst zehn Favoriten gewählt. Die „SmartRegion Pellworm“ erreichte dabei den fünften Platz.

Weitere Informationen über das erste Intelligente Stromnetz Norddeutschlands finden Sie auf http://www.smartregion-pellworm.de/home.html.
Auf www.ausgezeichnete-orte.de finden Sie zusätzliche Informationen zu dem Wettbewerb und den Finalisten.

Die Schleswig-Holstein Netz AG im Kurzprofil
Die Schleswig-Holstein Netz AG betreibt in rund 1.000 Gemeinden über 50.000 Kilometer Mittel- und Niederspannungsnetze sowie 15.000 Kilometer Gas- und 7.500 Kilometer Kommunikationsnetze. Zum Betrieb dieser Anlagen kann das Unternehmen auf eigene Mitarbeiter sowie die Unterstützung von HanseWerk mit seinen Spezialisten zurückgreifen. Die Mitarbeiter arbeiten landesweit an 24 Standorten sowie in der zentralen Netzleitstelle in Rendsburg. Anteilseigner an der Schleswig-Holstein Netz AG sind über 200 schleswig-holsteinische Kommunen sowie HanseWerk. Alle Kommunen, die einen Wegenutzungsvertrag mit der Schleswig-Holstein Netz AG geschlossen haben, können Anteile an dem Unternehmen erwerben.

PM: Schleswig-Holstein Netz AG

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