Staatssekretär Beckmeyer: Erfolgreicher Testbetrieb für weltweit längstes Hochleistungskabel in Essen

Mit Grundlagenforschung an Supraleitermaterialien und Komponenten sowie Machbarkeitsstudien trägt das KIT zum Erfolg von AmpaCity bei. / Pressebild: KIT
Mit Grundlagenforschung an Supraleitermaterialien und Komponenten sowie Machbarkeitsstudien trägt das KIT zum Erfolg von AmpaCity bei. / Pressebild: KIT

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert mit dem Projekt “AmpaCity” ein innovatives Modell für die innerstädtische Stromübertragung der Zukunft.

Der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Beckmeyer gratulierte den Projektpartnern bei der Veranstaltung “180 Tage – 4.300 Stunden” an diesem Montag in Essen zum störungsfreien Testbetrieb des weltweit längsten Supraleiterkabels.

(WK-intern) – Staatssekretär Beckmeyer: “Gerade in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet ist der Strombedarf enorm. Kompakte Hochleistungskabel bieten im innerstädtischen Bereich große Vorteile, denn sie machen Hochspannungsstrecken und Umspannanlagen künftig schrittweise verzichtbar. Die Flächen können stattdessen zur Stadtentwicklung genutzt werden.”

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt “AmpaCity” im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms. “Die Energiewende braucht mutige Innovationen”, betonte Staatssekretär Beckmeyer. “Nach allen erfolgreichen Vorversuchen im Labor kann erst mit einem Forschungsprojekt dieser Größenordnung demonstriert werden, dass eine Technologie einsatzreif ist. Sie könnte künftig nicht nur bei Stromnetzen Anwendung finden, sondern auch im Industriebereich zur Energieeinsparung dienen. Mit der Förderung wollen wir einen Beitrag dazu leisten, den Innovationsvorsprung der deutschen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu halten und weiter auszubauen.”

Seit der Inbetriebnahme am 30. April 2014 wurden rund 10.000 Haushalte in Essen über das Kabel mit Strom versorgt. Erstmals ist damit in einer Großstadt ein Supraleiter für den Stromtransport in ein bestehendes Elektrizitätsnetz eingebunden worden. Das rund einen Kilometer lange Kabel überträgt bei gleichem Durchmesser rund fünf Mal mehr Strom als ein herkömmliches Kabel.

Der Name “AmpaCity” leitet sich aus dem Fachbegriff “Ampere” für elektrische Stromstärke und dem englischen Wort für Stadt, “city”, ab. Projektpartner der RWE Deutschland AG sind der Kabelhersteller Nexans sowie das Karlsruher Institut für Technologie. Dem Testbetrieb waren ausführliche Untersuchungen vorausgegangen. Sie haben gezeigt, dass Supraleiterkabel die beste Möglichkeit bieten, um den Ausbau städtischer Netze mit Hochspannungskabeln zu vermeiden und Umspannstationen zurückzubauen.

PM: BMWi

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