Deutschlands erstes Schwimmendes Offshore-Fundament

Das GICON®-SOF im verspannten Zustand / Pressebild: Edelstahl und Umwelttechnik Stralsund GmbH
Das GICON®-SOF im verspannten Zustand / Pressebild: Edelstahl und Umwelttechnik Stralsund GmbH

Baubeginn für Deutschlands erstes Schwimmendes Offshore-Fundament begann im Juli 2014

Nachdem die Arbeiten am GICON®-SOF im Juli 2014 beginnen konnten, sind erste Elemente des Schwimmenden Offshore-Fundaments in Montage oder bereits fertig gestellt.

(WK-intern) – Mehr als 80 Ingenieure, Schlosser und Schweißer leisten für dieses Projekt Pionierarbeit und sind dementsprechend hoch motiviert.

Das GICON®-SOF (Schwimmendes Offshore-Fundament) ist eine schwimmende Tragwerkskonstruktion für Offshore-Windenergieanlagen, die GICON gemeinsam mit renommierten Partnern entwickelt hat. Das schwimmende Fundament bietet entscheidende Vorteile gegenüber konventionellen Gründungslösungen wie Monopile und Jacket. Zum Beispiel kann die Anlage komplett an Land montiert, wetterunabhängig inklusive Turbine zum Standort geschleppt und vor Ort ohne zusätzliche Errichterschiffe installiert werden. Dies macht die Errichtung kostengünstiger.

Seit Juli 2014 wird das erste Funktionsmuster des GICON®-SOF durch die ESG gefertigt. Rund 670 Tonnen Stahl werden insgesamt verbaut. Die ESG ist für die Konstruktion der Primär- und Sekundärstruktur sowie für die technische Ausrüstung verantwortlich.

Die Tragstruktur des GICON®-SOF wurde in einer Versuchsreihe weiter optimiert / Pressebild: Edelstahl und Umwelttechnik Stralsund GmbH
Die Tragstruktur des GICON®-SOF wurde in einer Versuchsreihe weiter optimiert / Pressebild: Edelstahl und Umwelttechnik Stralsund GmbH

Das GICON®-SOF-Funktionsmuster soll im Sommer 2015 vor der deutschen Ostseeküste nahe dem Offshore-Windpark Baltic 1 installiert werden. Im Anschluss erfolgen umfangreiche technische und ökologische Erprobungen.

Weitere Informationen zum GICON®-SOF erhalten Sie unter http://www.gicon.de/geschaeftsbereiche/gte/sof.html

In einem ersten Bauabschnitt wird das sogenannte Secondary Steel gefertigt. Hierzu gehören unter anderem die Boatslanding-Systeme, die an der Struktur angebracht werden. So können Versorgungsschiffe anlegen und Experten zur Wartung auf das SOF übersetzen.

Bereits fertiggestellt sind vier Rohre, die die Schwimmkörper des SOF miteinander verbinden. Mit 2,80 m im Durchmesser sind sie ausreichend dimensioniert, um den gewaltigen Kräften auf See standzuhalten.

Ebenfalls montiert sind die Vorrichtungen für den Bau der Schwimmkörper. Wie in einer Schablone wird im nächsten Schritt der Stahl in die passende Form gebracht und verschweißt. Die vier Schwimmkörper sorgen für den nötigen Auftrieb der 670t schweren Anlage.

Parallel zur Fertigung des SOF werden die Baugrunduntersuchungen am geplanten Standort nahe dem Offshore-Windpark Baltic 1 durchgeführt.

PM: Edelstahl und Umwelttechnik Stralsund GmbH

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