Direktvermarktungs von Wind- und Solarstrom legt bei Vattenfall deutlich zu

Windpark in Niedersachsen / Foto: HB
Windpark in Niedersachsen / Foto: HB

Direktvermarktungs-Portfolio von Vattenfall legt deutlich zu

Vattenfall konnte im Jahr 2014 die Direktvermarktung von Strom aus Erneuerbaren Energien deutlich steigern. Binnen Jahresfrist stieg das Portfolio der Ökostrom-Anlagen in der Vattenfall-Vermarktung von rund 1.800 MW auf nunmehr rund 2.600 MW – ein Zuwachs von insgesamt knapp 45 Prozent.

(WK-intern) – Die hinzugewonnene Leistung der Ökostrom-Anlagen unterteilt sich in etwa zu 70 Prozent in Wind und zu 30 Prozent in Photovoltaik.

„Seit dem 1. August 2014 sind Betreiber von neuen Windenergieanlagen verpflichtet, ihren Strom ausschließlich direkt zu vermarkten. Dieses Instrument ist nicht neu, verlangt aber viel Know-how und entscheidet letztlich über den Erfolg eines Projekts. Denn jeder Betreiber muss die Erzeugung seiner Anlagen prognostizieren, so genannte Produktionsfahrpläne erstellen und bei Abweichungen von diesen Fahrplänen Strom handeln oder Ausgleichsenergie nutzen“, erläutert Holger Radtke, Leiter Wholesale bei Vattenfall.

Die erforderlichen Prozesse für eine erfolgreiche Direktvermarktung gehören zum Kerngeschäft von Vattenfall. Hausinterne Prognoseteams für Wind und Photovoltaik erstellen speziell auf die Kundenanlagen zugeschnittene Forecasts für die optimierte Vermarktung auf den Handelsmärkten. Zudem kann Vattenfall die Umsetzung der geforderten Fernsteuerbarkeit von EE-Anlagen übernehmen. Die Bewirtschaftung der Anlagen ist 24 Stunden an 7 Tagen die Woche durch ein Schichtteam gewährleistet.

Im Bereich der Onshore-Windenergie ließen sich Projekte in Deutschland bisher zu attraktiven Konditionen und mit geringen Eigenkapitalquoten finanzieren. Grundlage hierfür war das bisherige Festpreissystem auf Basis des alten EEG, das für geringe Risikobewertungen durch Banken sorgte. „Mit dem neuen EEG findet ein Wandel statt: vom Garantiepreis zu einem Marktpreis, der von verschiedenen Faktoren abhängt. Das sorgt für Verunsicherung bei Planern, Grundstückseigentümern und Finanzinstituten, wodurch die Risiken für neue Windprojekte steigen können. Diese Risiken bewerten Banken dann mit Aufschlägen bei der Finanzierung oder höheren Eigenkapitalquoten. Das – und die insgesamt niedrigere Vergütung – machen Projektfinanzierungen und die Projektumsetzung deutlich schwieriger. Hier kann ein erfahrener und finanziell stabiler Direktvermarkter als langfristiger Partner für die nötige Sicherheit sorgen“, so Radtke weiter.

Insbesondere im Segment der Windenergie – onshore und offshore – will Vattenfall sein Direktvermarktungs-Portfolio weiter ausbauen. Hier kommt dem Unternehmen die Expertise als einer der größten Betreiber von Windparks an Land und auf See zugute. Vattenfall hat aktuell in seinen Märkten mehr als 1.000 Windturbinen mit einer installierten Leistung von 1,9 Gigawatt (GW) in Betrieb.

PM: Vattenfall GmbH

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