Ausschreibungen von EE-Anlagen: Länder sollen auf sorgfältige Abwägung bei Auktionen drängen

Windturmaufbau / Foto: HB
Planungs- und Baurecht wirft eine Fülle von Fragen auf / Foto: HB

„Mit großer Skepsis sehen wir angesichts der spezifischen Besonderheiten Deutschlands die von der Bundesregierung geplanten Ausschreibungen von EE-Anlagen.

Gerade das in den Händen der Länder und Kommunen liegende Planungs- und Baurecht wirft eine Fülle von Fragen auf, die eine sorgfältige Abwägung, ob sich die drei Ziele der Bundesregierung – Erreichung der Ausbauziele, Kosteneffizienz, Akteursvielfalt – damit erreichen lassen, notwendig macht.

(WK-intern) – Insbesondere muss jetzt alles vermieden werden, was der exportstarken und technologisch führenden Windindustrie in Deutschland mit ihren 138.000 Arbeitsplätzen und einer Wertschöpfung von 14,48 Milliarden Euro jährlich den Heimatmarkt beschneidet.

Deshalb sollten sich die Länder aktiv in die Diskussion einbringen – auch im Sinne des weiterhin bedeutsamen Klimaschutzes, für den die saubere Windenergie steht“, forderte der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie, Hermann Albers, vor der heute beginnenden zweitägigen Umweltministerkonferenz in Heidelberg.

„Gerade bei Wind an Land könnten angesichts langer Planungszeiten von mindestens drei bis fünf Jahren überstürzt und kompliziert organisierte Ausschreibungen zu einem Einbruch auf dem deutschen Markt führen, der nicht nur die Erreichung der Ausbauziele gefährdet, sondern auch wichtigen Unternehmen des deutschen Maschinenbaus zusätzliche Probleme bereitet. Dies sollte die Politik angesichts der großen Herausforderungen durch die Krisen in vielen Exportmärkten der deutschen Wirtschaft dringend vermeiden“, so Hermann Albers.
Darüber hinaus ermunterte der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie die Länder, den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen, damit diese die im EEG enthaltene Verordnungsermächtigung zur Grünstromvermarktung schnell umsetzt. „Zu einem fairen Markt gehört, dass Markt überhaupt zugelassen wird. Wir wollen unseren guten Strom nicht länger ausschließlich am Spotmarkt verramschen müssen. Wir brauchen die Vermarktungsmöglichkeit von sauberem Erneuerbaren Strom und preiswertem Windstrom bis zum Endkunden. Dafür zu ist die Grünstromvermarktung ein erster kleiner Schritt“, so Hermann Albers.

PM: Bundesverband Windenergie e.V.

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