Akteure der Bürgerenergie bündeln ihre Kräfte – Neuer Rat für Bürgerenergie gewählt

Neuer Rat für Bürgerenergie gewählt / Pressebild: Bündnis Bürgerenergie e.V.
Neuer Rat für Bürgerenergie gewählt / Pressebild: Bündnis Bürgerenergie e.V.

Das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) e.V. hat am Wochenende den ersten Bürgerenergie-Konvent mit 140 Teilnehmern aus ganz Deutschland veranstaltet und die Energiewende-Debatte neu belebt.

Im Zentrum der Vorträge und Diskussionsforen stand die bessere Vernetzung der Bürgerenergie-Akteure und deren Wissen, die Beantwortung dringender Fragen der Energiewende in Bürgerhand sowie aktuelle energiepolitische Entwicklungen.

(WK-intern) – Am Ende der zweitägigen Konferenz wurde von den Fördermitgliedern der achtköpfige Rat für Bürgerenergie gewählt, der das Bündnis fachlich unterstützen wird.

„Als BBEn ist es unsere Aufgabe und unser Ziel, die Bürgerenergie-Akteure zu informieren und zu vernetzen. Die Dynamik, die beim Konvent entstanden ist, zeigt uns, wie wichtig eine Plattform für den gegenseitigen Erfahrungsaustausch ist“, sagte Dr. Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender des BBEn. Die Herausforderung, Bürgerenergie unter den aktuellen energiepolitischen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und auszubauen, sei groß – und damit ein koordiniertes und gemeinsames Auftreten besonders wichtig. „Wir werden unsere Synergien nutzen“, bekräftigt Banning. Im System der alten, zentralen Strukturen waren der Bürgerenergie vielfach Steine in den Weg gelegt worden, dennoch habe sie ihren Weg erfolgreich beschritten und ließe sich auch durch die neuerlichen Attacken ihrer Gegner nicht mehr ausbremsen. Die Vielfalt in der Gesellschaft bringt eine Vielfalt an richtigen und wichtigen Ideen für die Zukunft der Energieversorgung – sie zu koordinieren, ihrem Engagement einen gemeinsamen Raum zu geben, dafür wurde das BBEn gegründet und dafür wurde der Konvent ins Leben gerufen.

Die Energiebürger treiben die Energiewende voran

Etwa die Hälfte aller Investitionen in Erneuerbare Energien wurde von Bürgern getätigt. Das BBEn will noch mehr Bürger in die Energiewende einbeziehen und die dezentrale Energieversorgung ausbauen; die gegenwärtig hohe Akteursvielfalt ist ein Verdienst der Bürgerenergie. Mit dem neu gewählten Rat für Bürgerenergie erhält dieser Anspruch eine noch stärkere Stimme. Zusammengesetzt aus den Reihen der Fördermitglieder des BBEn, bündelt er Expertise und Erfahrungen aus unterschiedlichsten Bereichen vom Bürgerwindparkbetreiber über Netzkaufinitiativen bis hin zu Genossenschaftsforschern und Solarpionieren. Die acht Räte werden mit ihrer Kompetenz den Diskurs entscheidend mitgestalten und maßgeblich dazu beitragen, die Kultur der Bürgerenergie weiterzuentwickeln.

 

Das gemeinnützige Bündnis Bürgerenergie (BBEn) e.V. ist Vordenker der dezentralen Energiewende in Bürgerhand. Das BBEn setzt sich für eine verbrauchsnahe Energieerzeugung und Direktversorgung der Verbraucher durch regenerative und dezentrale Energien ein, bei denen die Bürger Anteil und Einfluss haben. Im BBEn schließen sich lokale, regionale und bundesweit agierende Netzwerke, Organisationen und Unternehmen zusammen. Es wurde im Januar 2014 gegründet und zählt derzeit rund 80 Mitglieder.

 

Die Namen der Räte der Bürgerenergie (Foto v. li.)

Jakob R. Müller, Forschungsnetzwerk Energiegenossenschaften

Kai Hock, HEG Heidelberger Energiegenossenschaft eG

Horst Leithoff, Bürgerwindparksbetreiber, Schleswig-Holstein

Stefanie Usbeck, Windfang eG, Niedersachsen

Erhard Renz, MPS Energie Institut MetropolSolar Rhein-Neckar e.V., Baden-Württemberg

Felix Benjamin Schäfer, Bürgerwerke eG, Baden-Württemberg

Luise Neumann-Cosel, BürgerEnergie Berlin eG, Berlin

Nicht auf dem Bild: Weert Canzler, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Berlin

 

PM: Fabian Zuber • Geschäftsführer Bündnis Bürgerenergie e.V.

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