TÜV SÜD fordert international einheitliche Vorgaben für Batteriesicherheit

Das VDE-Institut ist vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) als Technischer Dienst benannt und ist in den WP.29-Gremien an der Entwicklung der ECE-Regelungen für Elektromobilität beteiligt / Foto: HB
6. Leitmesse für Elektromobilität eCarTec vom 21. bis 23. Oktober in München / Foto: HB

München – 6. Leitmesse für Elektromobilität eCarTec vom 21. bis 23. Oktober in München

Batteriesicherheit, Ladeinfrastruktur, Hauptuntersuchung, Wasserstofftechnologie –  auf der 6. Leitmesse für Elektromobilität eCarTec vom 21. bis 23. Oktober in München präsentiert TÜV SÜD sein gesamtes Leistungsspektrum rund um alternative Antriebe.

(WK-intern) – Top Themen am Stand 421 in Halle B4 sind das weltweite Netzwerk von Batterieprüfzentren und die Harmonisierung der internationalen Regelungen zur Batteriesicherheit. Dazu hält Christian Theeck, Projektleiter TÜV SÜD Battery Testing GmbH, einen Fachbeitrag zur Norm UN ECE R 100 auf dem Internationalen Kongress Elektromobilität.

„Connecting mobility markets“ – das ist das Motto der eCarTec 2014. Connecting battery markets – das ist seit langem das Kernthema von TÜV SÜD beim internationalen Engagement rund um die Elektromobilität. Die Experten verbinden mit ihren weltweiten Batterieprüfzentren in USA, Kanada, Singapur, Korea, China und der Zentrale in Garching bei München nicht nur die wichtigsten internationalen Batterie-Märkte. Sie setzen sich zudem verstärkt für die einheitlichen Prüfvorgaben rund um den Globus ein. Ein Beispiel dafür sind Gremien in den USA. Dazu Volker Blandow, Head of e-Mobility bei TÜV SÜD: „Batterien nach weltweit reproduzierbaren Methoden und einheitlichen Abläufen zu testen, das ist eine unserer Hauptforderungen. Nur so können wir Elektromobilität zu einem Massenphänomen machen – rund um den Globus, das ist unser Ansatz.“

Fokus Batterie

Die Prüfverfahren für Batterien in Elektrofahrzeugen (Antriebsbatterien) sind weltweit immer noch sehr unterschiedlich. Zudem beziehen sie sich auf unterschiedliche Prüflinge, von der einfachen Zelle über Module bis zum kompletten Batteriesystem. „Einheitliche Prüfkriterien und Methoden würden die Entwicklungszeit für Batteriehersteller und Automobilfirmen enorm beschleunigen“, so Blandow. Zudem würden so gleichbleibende Qualität und damit ein hochwertiges Produkt für den Kunden gesichert. Bei der Zulassung von Fahrzeugen wird zukünftig eine globale Regelung für mehr Sicherheit, aber auch für anspruchsvolle Batterietests sorgen. Die UN ECE R100 Regelung sieht unter anderem schwerste Missbrauchsversuche an kompletten Batteriesystemen vor, simulierte Fahrzeugbrände und eine mechanische Deformation der Batterie. Viele Länder adaptieren die Vorschriften aus der R100 bereits in die nationalen Zulassungsvorschriften, so auch China. „Wir setzen uns unter anderem in US-amerikanischen Gremien dafür ein, dass UN ECE R100 weltweit als Standard für die Batteriesicherheit eingesetzt wird“, unterstreicht Blandow.

Stichwort Ladeinfrastruktur

Damit Elektromobilität zu einem Massenphänomen wird, spielt die Reichweite und damit die Ladeinfrastruktur eine enorm wichtige Rolle. TÜV SÜD gehört europaweit zu den führenden Zertifizierern von konduktiven wie induktiven Ladestationen für Elektrofahrzeuge und sorgt damit auch beim Laden für einheitlich hohe Sicherheitsstandards. Sicherheit beim Tanken – das spielt besonders beim Wasserstoff eine herausragende Rolle. Die E-Mobilitätsexperten genehmigen Wasserstofftanksäulen und deren Komponenten.

Blickpunkt Hauptuntersuchung

Im Zuge der schnell voranschreitenden flächendeckenden Verbreitung von Fahrzeugen mit elektrischem/elektrifiziertem Antrieb gibt es nicht nur gesetzliche Neuerungen zu Batteriesicherheit und Ladeinfrastruktur. Beispiel: Wie muss die Hauptuntersuchung bei Fahrzeugen mit Hochvolt-Antriebsstrang zukünftig aussehen? Dazu hat TÜV SÜD maßgeblich an einer Studie im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) teilgenommen. Im Fokus dieses Feldversuchs mit insgesamt 2.500 Fahrzeugen standen unter anderem sämtliche Hochvoltkomponenten wie auch funktional beeinflussende Systeme, zum Beispiel die Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation).

Schaufenster Elektromobilität

Als Förderer der elektrischen Mobilität von morgen ist TÜV SÜD in allen vier Schaufensterregionen (Baden-Württemberg, Berlin-Brandenburg, Niedersachsen und Bayern-Sachsen) Elektro-Mobilität als Partner mit an Bord.

Brennpunkt Qualifikation: Mit speziell auf Automobilhersteller und Werkstätten zugeschnittenen Schulungskonzepten zur „Hochvolttechnologie“ sorgt TÜV SÜD beispielsweise auch bei der Produktion, Reparatur und Wartung von E-Fahrzeugen für Sicherheit. Die Seminare der TÜV SÜD Akademie decken alle Arbeiten an Hochvolt-Systemen sowohl unter Spannung als auch im spannungsfreien Zustand ab. Topthema der TÜV SÜD Akademie ist zudem der sichere Umgang mit der Wasserstofftechnologie.

PM: TÜV SÜD

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Top