1.400 MW- Gleichstrom-Seekabel: BSH genehmigt NordLink-Kabel nach Norwegen

SB8422 - Svendborg Bugser sind Zug- und Schiebeschiffe, welche riesige Pontons zu den Offshoreparks bewegen auf denen Kabal wie zum Beispiel für den NordLink tragen und abwickeln können / Foto: HB
SB8422 – Svendborg Bugser bewegt große Pontons zu den Offshore-Windparks darauf ein Kabal für den NordLink / Foto: HB

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat die Genehmigung für Verlegung und Betrieb des Seekabels „NordLink“ im Bereich der deutschen AWZ erteilt.

Auch die weitere für diesen Meeresbereich erforderliche Genehmigung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (Hannover) liegt vor.

(WK-intern) – Das NordLink-Kabel verbindet erstmalig den deutschen mit dem norwegischen Strommarkt. Es ermöglicht einen Austausch von norwegischer Wasserkraft und deutschem Windstrom in der Größenordnung eines Atomkraftwerks. Der Strom wird über die Strecke von insgesamt über 600 km als verlustarmer Gleichstrom mit einer Leistung von 1.400 MW übertragen.

Da das NordLink-Seekabel im Bereich der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) durch Vogel- und Naturschutzgebiete verläuft, fand im Rahmen des Genehmigungsverfahrens eine intensive Prüfung alternativer Kabeltrassen statt. Die genehmigte Trasse verläuft östlich des Helwin-Clusters (Windparks Amrumbank, Nordsee Ost, Meerwind Süd/Ost) parallel zur schleswig-holsteinischen Küste. Sie quert die naturschutzrechtlich geschützten Biotope auf kurzer Strecke, um sie möglichst wenig zu beeinträchtigen. Zusätzliche Genehmigungsauflagen stellen eine schonende Verlegung des Kabels zum Schutz der Meeresumwelt sicher.

Das Bundesbedarfsplangesetz stellte den nationalen Bedarf für das NordLink-Projekt fest. Die EU-Kommission misst dem genehmigten Kabelsystem den Status eines „Projekts von gemeinsamem Interesse“ („Project of Common Interest“) bei. Das NordLink-Kabel soll nach diesen Plänen bereits im Jahr 2018 in Betrieb gehen. Vor diesem Hintergrund erscheint nun eine zügige Investitionsentscheidung des Projektkonsortiums für die rechtzeitige Realisierung dieses für das deutsche Stromnetz wichtigen Projekts erforderlich.

Das Projektkonsortium besteht aus dem norwegischen Netzbetreiber Statnett sowie der DC Nordseekabel GmbH & Co. KG auf deutscher Seite, an der der Netzbetreiber TenneT und die KfW zu gleichen Teilen beteiligt sind.

Das Amt für Planfeststellung Energie des Landes Schleswig-Holstein hat den Planfeststellungsbeschluss für das Küstenmeer sowie die Landtrasse zum Umspannwerk in Wilster bereits erlassen. Für die Errichtung des NordLink-Kabels sind weitere Genehmigungen für den Bereich der dänischen AWZ sowie in Norwegen erforderlich.

Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.

Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

PM: BSH

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