SystOp Offshore Wind – Optimierung für den Betrieb von Offshore-Windparks

Offshore-Windpark - Fotomontage mit der 7,5 MW-Enercon E-126 Offshore-Windkraft-Anlagen / Grafik und Foto: HB
Offshore-Windpark – Fotomontage mit der 7,5 MW-Enercon E-126 Offshore-Windkraft-Anlagen / Grafik und Foto: HB

Optimierung für den Betrieb von Offshore-Windparks

Abschlussworkshop des erfolgreichen Forschungs-Verbundprojektes “SystOp Offshore Wind”

“SystOp Offshore Wind” lautet die Bezeichnung eines Verbundprojektes der Hochschule Bremen, Institut für Umwelt- und Biotechnik, bei dem es im Kern um die Optimierung des komplexen Leistungssystems Offshore-Windpark geht.

Aus Anlass des Projektendes trafen sich die Kooperationspartner (Ingenieurgesellschaft Zuverlässigkeit und Prozessmodellierung (IZP), Dresden, Universität Hamburg und BTC Business Technology Consulting AG, Oldenburg) jetzt zu einem Abschluss-Workshop, um die Ergebnisse vorzustellen und zu diskutieren. Das Forschungsprojekt liefert wertvolle Prozessstrukturen und Optimierungsmethoden für die Betriebsphase von Offshore-Windparks, die notwendige Grundlage für standardisierte, transparente und herstellerunabhängige Planungs- und Betriebsführungssysteme sind.

Die Notwendigkeit von mehr Unabhängigkeit, Transparenz und Standardisierung beim Betrieb von Offshore-Windanlagen betonte Dr. Jörg Ritter, Vorstand der BTC AG, auf der Abschlussveranstaltung. Wilfried Hube (EWE Erneuerbare Energien GmbH) wies in seiner Keynote auf die notwendigen technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Kostenreduzierung im Betrieb der Offshore-Windparks hin. Die mit den Industriepartnern gemeinsam entwickelte Methode zur Optimierung des Leistungssystems Offshore Windpark durch Strukturierung, Risikoanalyse und Simulation von Instandhaltungsprozessen wurde in diesem Workshop auf ihre Eignung hin überprüft. Über erste Umsetzungs-Beispiele in die Praxis durch die Branche wurde außerdem berichtet. Im Vordergrund standen dabei die Strukturierung von Prozessen als Grundlage der Einsatzplanung, des Einflusses der Abfallentsorgung und der Risiken in der Offshore Logistik.

Des übergeordnete Ziel des Projektes, das Leistungssystem Offshore-Windpark zu optimieren, wird in erster Linie durch die Erfassung, Analyse und Bewertung von Instandhaltungsprozessen in Zusammenarbeit mit den Verbund- und Industriepartnern erreicht. Die Instandhaltungsprozesse sind ein wesentlicher Bestandteil, der über den wirtschaftlichen Erfolg des gesamten Offshore-Windparks innerhalb der genehmigten Laufzeiten von durchschnittlich 25 Jahren entscheidet. Daher sind insbesondere die Transparenz des Gesamtsystems sowie die Schnittstellen zwischen den vielen beteiligten Akteuren zentrale Elemente.

Neben den technischen Anforderungen, die ein Windpark auf See erfüllen muss, sind effiziente Betriebs- und Instandhaltungsprozesse Voraussetzung für ein zuverlässiges Gesamtsystem. Zur Optimierung dieser komplexen Prozesse müssen beteiligte Einheiten und Schnittstellen sowie Material-, Personal- und Informationsflüsse und deren Zusammenwirken erfasst und analysiert werden. Dieses als Leistungssystem Offshore-Windpark bezeichnete Gesamtsystem stellt sich auf See wesentlich komplexer dar als an Land. Zielsetzung ist die Hinführung dieser bisher unerprobten Instandhaltungsprozesse in der Offshore-Windenergie zu standardisierten und etablierten Maßnahmen und Strategien, wie sie bereits bei konventionellen Kraftwerken Anwendung finden.

Die Projektergebnisse werden in den Berichten

  • GOWOG (German Offshore Wind Operation Guide) – ein Handlungsleitfaden für Praktiker in der Betriebsführung
  • GWPPM (German Wind Power Plant Model) – ein Leitfaden für die Managementebene von Unternehmen

zum Ende des Jahres veröffentlicht.

Weitere Informationen unter www.systop-wind.de

PM: Hochschule Bremen

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