Windwärts findet starken Investor

Dr. Werner Dub & Udo Bekker (Vorstandsmitglieder MVV Energie), Prof. Dr. Volker Römermann (Insolvenzverwalter), Lothar Schulze (Windwärts Energie), Björn Wenzlaff (MVV Energie) / Pressebild
Dr. Werner Dub & Udo Bekker (Vorstandsmitglieder MVV Energie), Prof. Dr. Volker Römermann (Insolvenzverwalter), Lothar Schulze (Windwärts Energie), Björn Wenzlaff (MVV Energie) / Pressebild

MVV Energie AG übernimmt Hannoveraner Projektentwickler

Standort Hannover und Marke Windwärts bleiben erhalten

Alle Arbeitsplätze gehen über

(WK-intern) – Gläubiger können mit hoher Quote rechnen

Hannover – Die Hannoveraner Projektentwicklungsgesellschaft Windwärts mit ihren rund 90 Mitarbeitern geht etwa fünf Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens in neue Hände über. Übernommen wird das Unternehmen von der MVV Energie AG in Mannheim, einem der führenden deutschen Energieunternehmen. Das gaben die MVV Energie AG und Prof. Dr. Volker Römermann, Insolvenzverwalter der Windwärts Energie GmbH, heute bekannt.

Windwärts wird im Zuge der Übernahme auf eine MVV-Gesellschaft übertragen und so in die Konzernstruktur eingegliedert. Der Standort Hannover bleibt erhalten, alle Arbeits-plätze gehen über und das Projektgeschäft wird unter der am Markt etablierten Marke Windwärts weitergeführt. Die zukünftigen Geschäftsführer sind Unternehmensgründer Lothar Schulze und Björn Wenzlaff, der zugleich Geschäftsführer der MVV Windenergie GmbH ist. MVV Energie übernimmt auch die französische Windwärts-Tochter Vents dʼOc Énergies Renouvelables mit Sitz in Montpellier.

Über den Kaufpreis machen die Unternehmen keine Angaben. Es ist aber gesichert, dass nicht nur die vorrangigen Gläubiger nach §38 Insolvenzordnung ihre Forderungen in voller Höhe beglichen bekommen, sondern auch die Inhaber von Windwärts-Genussrechten etwa ein Drittel ihres angelegten Geldes zurück erhalten. Diese für ein Insolvenzverfahren außerordentlich hohe Quote hatte Prof. Römermann bereits auf der Gläubigerversammlung am 31. Juli 2014 als Zielsetzung genannt. Durch den für alle Beteiligten positiven Ausgang des Insolvenzverfahrens ist Windwärts ein Beispiel für eine gelungene Sanierung auf Grundlage des 2012 in Kraft getretenen Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG).

Für den Verkauf an die MVV Energie sprach neben dem Kaufpreis die strategische Perspektive, die sich Windwärts durch die Übernahme bietet. „Mit der MVV haben wir einen Investor gefunden, der nicht nur seine Aktivitäten im Bereich der Windenergie ausbauen möchte, sondern als starker Energieversorger dem Unternehmen Windwärts und seinen Mitarbeitern auch eine nachhaltige Perspektive bieten kann. Mit diesem starken Partner ist Windwärts für die sich verändernde Marktsituation für erneuerbare Energien zukunftssicher aufgestellt“, so Prof. Römermann zu seiner Entscheidung, mit MVV Energie ins Geschäft zu kommen. Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG, ergänzt: „Windwärts ist ein idealer Partner für uns, um unsere führende Rolle beim Umbau des Energiesystems zu stärken und am Wachstum der erneuerbaren Energien teilzunehmen.“  Als einer der führenden nieder­sächsischen Windprojektentwickler ergänze Windwärts die eigenen, auf den süddeutschen Raum konzentrierten Aktivitäten mit großem Know-how und attraktiven Standorten und Projekten.

Die börsennotierte MVV Energie AG gehört mit einem Jahresumsatz von rund 4 Mrd. Euro zu den führenden Energieunternehmen in Deutschland. Mit rund 5.400 Beschäftigten besetzt die Unternehmensgruppe alle wesentlichen Stufen der Wertschöpfungskette bei der zuverlässigen Versorgung mit Strom, Wärme, Gas und Wasser – von der Energieerzeugung über den Energiehandel, die Energieverteilung über eigene Netze bis zum Vertrieb und zu Energiedienstleistungen. Darüber hinaus zählt die Unternehmensgruppe in Deutschland zu den größten Betreibern von thermischen Abfallverwertungs- und Biomasseanlagen.

PM: Windwärts

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