Umweltfreundliche Seeschifffahrt braucht ein international einheitliches Regelwerk

PRESSEMITTEILUNG Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) / Foto: HB
PRESSEMITTEILUNG Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) / Foto: HB

Weltschifffahrtstag 2014:  Eine sichere und umweltfreundliche Seeschifffahrt braucht ein international einheitliches Regelwerk und die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft

Hamburg – Gestern erinnerte die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (International Maritime Organisation – IMO) an die Bedeutung des Seeverkehrs für Wachstum und Wohlstand im Welthandel und an ihre eigene besondere Rolle bei der Erarbeitung und Durchsetzung weltweit gültiger Standards für Sicherheit und Umweltschutz im Seetransport.

(WK-intern) – Sie hat den diesjährigen Weltschifffahrtstag unter das Motto “IMO Conventions: effective implementation“ gestellt.

„Ohne die IMO gäbe es Abkommen wie das „Internationale Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See“ (SOLAS) oder das „Internationale Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe“ (MARPOL 73/78) nicht. Nur eine Organisation wie die IMO kann weltweit gültige Regularien aufstellen und die Standards an neueste technische Entwicklungen anpassen“, betonte die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) Monika-Breuch-Moritz anlässlich des Weltschifffahrtstags.

Die Konventionen zeigen Wirkungen: Die Anzahl der Ölverschmutzungen hat zum Beispiel in der Nordsee seit Einführung der MARPOL-Regelungen und der regelmäßigen Überwachung der Meeresgebiete erheblich abgenommen. Eine ähnliche Entwicklung erwartet das BSH für die Schwefelemissionen: Seit 2013 werden im Rahmen eines Forschungsprojektes Satellitenfernerkundungsmethoden und numerische Modelle zur Abgasuntersuchung eingesetzt, die über flugzeug-, schiffs- und bodengestützte Methoden validiert werden. Ein Test der bodengestützten Systeme verlief 2013 erfolgreich und zeigte, dass der überwiegende Teil der Schiffe im Elbtransit regelkonformen Treibstoff verwendet.

„Regeln zum Schutz der Seeschifffahrt greifen, wenn ihre Einhaltung überprüft wird“, betonte Monika Breuch-Moritz. „Sie führen zu Innovationen, wenn der Industrie eine Zeitspanne zugestanden wird, in der eine innovative Technologie entwickelt und zur Marktreife gebracht werden kann.“ Den Erfolg ihrer Arbeit verdankt die IMO auch der engen Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Industrie und Seeschifffahrt.

Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.
Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

PM: BSH

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