Simulationsprogramm: Planungstool identifiziert Synergieeffekte zwischen benachbarten Firmen

Am Beispiel eines Industrieparks in Hürth-Knapsack, in der Nähe von Köln, wurde das Simulationsprogramm einem ersten Praxistest unterzogen (Quelle: InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG)
Am Beispiel eines Industrieparks in Hürth-Knapsack, in der Nähe von Köln, wurde das Simulationsprogramm einem ersten Praxistest unterzogen (Quelle: InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG)

Die Energieversorgung von Industrieparks vernetzen

In Industrie- und Gewerbeparks produzieren Firmen aus unterschiedlichen Branchen in unmittelbarer Nachbarschaft.

(WK-intern) – Mit einem Energieversorgungssystem, das firmenübergreifend den kompletten Park bedient, lässt sich dank Ausgleichs- und Synergieeffekten zwischen den verschiedenen Betrieben eine höhere Gesamteffizienz erreichen. Das BINE-Projektinfo „Energie sparen in Gewerbe- und Industrieparks“ (12/2014) stellt ein neues Simulationsprogramm vor, das bisher ungenutzte Effizienzpotenziale für Strom, Wärme und Kälte identifiziert. Das Programm kann Optimierungsvorschläge nach verschiedenen ökonomischen und energetischen Parametern ermitteln und abgestufte Vorschläge entwickeln.

Die Software bildet auch komplexe Industriestandorte mit einer Vielzahl an Betrieben und möglichen Versorgungsvarianten ab. Dabei fließen beispielsweise die Lastgänge unterschiedlicher Verbraucher, die Topographie und die Art der eingesetzten Technologien in die Berechnungen ein. Das Programm ermittelt Vorschläge für die Auslegung von Komponenten und Bauteilen. Es bewertet die verschiedenen Varianten, z. B. anhand von Investitions- und Betriebskosten, dem Kapitalwert oder den gesamten CO2-Emissionen. Die Software ist sowohl für die Erweiterung bestehender Parks als auch die Planung neuer Standorte geeignet.

Bei der Planung eines Industrieparks für ein global tätiges Pharmaunternehmen testeten die Wissenschaftler das Programm erstmals in der Praxis. Entwickelt hat das neue Planungstool die Rheinisch-Westfälische-Technische-Hochschule Aachen gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft. Künftig soll die Software noch weiter verfeinert werden, um kurze Zeitintervalle abbilden und individuelle Fragestellungen auch ohne Kenntnisse der mathematischen Optimierung berechnen zu können.

Projektinfo (4 Seiten, pdf, 1,0 MB)
PM: Bine

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