Höhere Zuverlässigkeit von Windturbinen

Windanlage / Foto: HB
Zuverlässigkeit von Windturbinen verbessern / Foto: HB

DNV GL gibt gemeinsames Industrieprojekt (JIP) bekannt

Höhere Zuverlässigkeit von Windturbinen durch verbesserte Betriebsdauerberechnungen für Großwälzlager

(WK-intern) – Das neues JIP (Joint Industry Project) hat zum Ziel, die Zuverlässigkeit von Turbinen zu erhöhen und zugleich die Betriebs- und Instandhaltungskosten von Anlagen zu senken

Hamburg – DNV GL, der weltweit führende Anbieter unabhängiger Energieexperten, hat heute sein jüngstes gemeinsames Industrieprojekt (JIP) bekannt gegeben: Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines sicheren und zuverlässigen Berechnungskonzepts für die Betriebsdauer von Großwälzlagern, mit dem die Zuverlässigkeit von Windturbinen verbessert wird.
Extremwetter, schwere Lasten und abgelegene Standorte gehören zu den Herausforderungen für Windturbinen und fordern von den Anlagen höchste Zuverlässigkeit, um die zukünftige Rentabilität des Windenergiemarkt zu sichern. Um die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Großwälzlagern zu verbessern, zielt dieses JIP darauf ab, in Zusammenarbeit mit Akteuren verschiedener Branchen, den Umfang von Beschädigungen an diesen Lagern zu verringern. Das Ziel ist es, das in diesem JIP gewonnene Wissen in eine Recommended Practices oder einen Standard von DNV GL aufzunehmen.

Anlass zu dieser JIP-Initiative war die Erkenntnis, dass in der Windbranche eine belastbare Methode zur Berechnung der Betriebsdauer fehlt, was ein potenzielles Risiko für künftige Entwicklungen und Investitionen darstellt. Die Entwicklung eines zuverlässigen Berechnungskonzepts für Großwälzlager würde den Akteuren der Energiebranche die Möglichkeit zu realistischen Abschätzungen der Betriebsdauer eröffnen, was wiederum einen effizienten Entwurfsprozess und die Senkung der Fertigungskosten ermöglichen würde.
Zudem könnten damit das Beschädigungsrisiko im Einsatz verringert und erhebliche künftige Betriebs- und Instandhaltungskosten vermieden werden – ein zentraler Faktor im Windgeschäft.

Der Start des JIP ist für Anfang 2015 mit einem Kick-off-Meeting geplant, an dem alle ausgewählten Partner teilnehmen werden: von Windturbinenkonstrukteuren und -produzenten über die Hersteller von Großwälzlagern bis zu den Eigentümern und Betreibern von Windparks. Die Laufzeit des JIP ist bis Ende 2016 vorgesehen.

„Angesichts des weltweiten Aufschwungs der Windenergie ist eine umfassende Recommended Practice, die die Zuverlässigkeit von Turbinen gewährleistet, notwendiger denn je“, meint Andreas Schröter, Executive Vice President bei DNV GL. „Die erfolgreiche Realisierung von Windturbinenanlagen ist in Zukunft nur möglich, wenn Klarheit und weitgehende Einigkeit über die Vorschriften und Verfahren besteht. Dies gilt besonders für die Entwicklung sicherer und zuverlässiger Berechnungskonzepte für die Betriebsdauer von Großwälzlagern.”
Die Berücksichtigung der Erfahrungen und Zielsetzungen von Akteuren aus der gesamten Wertschöpfungskette der Windenergie bedeutet für alle Beteiligten einen erheblichen Mehrwert. Sie werden die Gelegenheit haben, die Berechnungskriterien mitzuentwickeln und mitzugestalten, sodass ihre Anliegen berücksichtigt, ihre Praktiken anerkannt und die Ziele aller Akteure erreicht werden. Durch die Projektbeteiligung können die Teilnehmer frühzeitig auf die Ergebnisse zugreifen und diese einsehen, sodass sie bestens auf die Umsetzung vorbereitet sein werden.

An der Mitarbeit in diesem JIP interessierte Unternehmen werden sich bitte an den Projektleiter Oliver Michael Maier unter oliver.michael.maier@dnvgl.com. und an Giovanni Nappi unter Giovanni.nappi@dnvgl.com

PM: DNV GL

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