EU mit Subventionen für AKW-Neubauten auf energiepolitischer Geisterfahrt

„Europa ist offenbar dabei, Großbritannien im Bereich der Atomwirtschaft zu gestatten, was in Deutschland für Erneuerbare nicht möglich sein soll.

(WK-intern) – Die Berichte, dass die EU-Kommission demnächst Atom-Subventionen genehmigen will, sind eine energiepolitische Geisterfahrt“, so Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie.

„Wirtschaftlich rechnet sich das Atomkraftwerk Hinkley Point nicht. Der hier erzeugte Strom ist deutlich teurer als aus modernen Windenergie- oder Solaranlagen. Es passt nicht zusammen, dass die EU-Kommission auf der einen Seite das deutsche EEG brandmarkt und uns in Ausschreibungen zwingen will, nun aber gleichzeitig über Jahrzehnte überzogene Einspeisevergütungen aus einem Atomkraftwerk zementiert, wobei die zusätzlichen Risiken z.B. durch die Endlagerung des Atommülls noch nicht einmal berücksichtig sind.
Es passt in keiner Weise zusammen, dass jetzt Atomstrom auf 35 Jahre mit 92,5 Pfund pro Megawatt bei zusätzlichem Inflationsausgleich vergütet werden soll, während es gleichzeitig massive Kritik an der 20jährigen Vergütung für Wind an Land in Deutschland mit durchschnittlichen 70 Euro pro Megawatt gibt.

Die Subventionierung veralteter Atomtechnologien ist angesichts der technologischen Marktführerschaft europäischer Windanlagenhersteller im Weltmarkt ein verheerendes Signal. Ich fordere die Abgeordneten des Europäischen Parlaments und die deutsche Bundesregierung auf, hier aktiv zu werden“, so Hermann Albers.

PM: Bundesverband Windenergie e.V.

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