Lösungen für Windkraftanlagen beim Übergang zur industriellen Serienfertigung

Aufbau von Windanlagen / Foto: HB
Aufbau von Windanlagen / Foto: HB

Windkraft: Europäische Hersteller bauen ihre Marktstellung mit innovativen Lösungen weiter aus

(WK-intern) – Windbranche geht über in Phase der industriellen Fertigung

Detmold – Der Elektronikspezialist Weidmüller, der verschiedene Produkte und Lösungen für die Windenergiebranche produziert, stellt im Rahmen der Messe WindEnergy neue Lösungen für Windkraftanlagen vor und zählt damit zu der Vielzahl von deutschen Mittelständlern, die die Energiewende in Deutschland und der Welt überhaupt erst ermöglichen und vorantreiben. Vom 23. bis 26. September findet die internationale Leitmesse der Windenergiebranche erstmals in Hamburg statt. Die Veranstaltung mit 1.200 internationalen Austellern auf 65.000 Quadratmetern steht in diesem Jahr unter dem Leitmotiv „leistungsstärker, leiser und intelligenter vernetzt“. Der Hintergrund: Die Windenergiebranche steht kurz vor einem weiteren Schritt beim Übergang zur industriellen Serienfertigung und der Bündelung der Anlagen zu „Kraftwerken“.

Weidmüller präsentiert auf der WindEnergy eine praktische Plug & Play-Lösung für die Beleuchtung von Windenergieanlagen, die auf sämtliche internationale und nationale Normen ausgerichtet und deshalb ohne Einschränkungen weltweit einsetzbar ist. Sie spart Zeit beim Einbau und beim Service und damit Kosten. „In der jetzigen Phase der seriellen Fertigung und Installation von Windkraftanlagen gewinnen Skaleneffekte an Bedeutung. Produkte wie unsere neue Plug & Play-Lösung tragen von der Erstinstallation im Werk bis zum Service während der gesamten Anlagen-Lebensdauer zur Kostenoptimierung bei“, erläutert Dirk Bauerkämper. Weidmüllers Lösung, die in der Gondel, der Nabe und im Turm der Windkraftanlage installiert werden kann, umfasst etwa Power-Outlets, Verkabelung, LED-Leuchten, Spannungsversorgung und stellt zudem eine unterbrechungsfreie Stromversorgung durch Akkutechnik sicher.

Windkraftanlagen sind heute weltweit im Einsatz. Damit wachsen auch die Herausforderungen: unterschiedliche Klima- und Windverhältnisse in den internationalen Märkten für On- und Offshore-Anlagen bringen technisch oft unterschiedliche Anforderungen mit sich, die eine Diversifizierung der Anlagen-Portfolios erforderlich macht. Auf dem Weg zu „Global Playern“ werden Zukäufe, Übernahmen und technische Zusammenarbeit vereinbart, um die Risiken im Geschäft zu reduzieren und ein umfangreiches und weit gestreutes Portfolio anbieten zu können: „Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass die großen Player in der On- und Offshore-Windenergie auch in Zukunft einen großen internationalen Markt sehen“, so Dirk Bauerkämper, Leiter Global Industry Manager Energie bei Weidmüller.

Bei allen technischen Finessen darf die Zuverlässigkeit der Komponenten nicht außer Acht gelassen werden. Die zunehmende Verbreitung der Windkrafttechnologie rund um den Globus fordert auch Zulieferer wie Weidmüller: „Zur Simulation verschiedener klimatischer Szenarien testen wir unsere Produkte zum Beispiel in Salz-Nebel-Sprühanlagen, um ihre Tauglichkeit unter Offshore-Bedingungen zu prüfen.“ Hohe oder niedrige Luftfeuchtigkeit, extreme Kälte oder Hitze – die Lösungen müssen viele Jahre unter allen erdenklichen klimatischen Bedingungen absolut zuverlässig arbeiten. „Die europäischen Hersteller sind an dieser Stelle die Technologieführer und auch aus diesem Grund weltweit führend in ihrem Segment“, weiß Hans Schlingmann, Business Development Manager Wind. „Nicht zuletzt aufgrund innovativer und gleichzeitig zuverlässiger Komponenten und Lösungspakete sind die Anlagen weltweit so erfolgreich.“ Ausfälle und Stillstandzeiten gilt es unbedingt zu vermeiden – schließlich gehört die Windkrafttechnik auch zu den modernsten Aushängeschildern der europäischen Wirtschaft. „Gleichzeitig mit weiteren Leistungssteigerungen und noch höheren Onshore-Anlagen werden Gewichtsreduzierungen erfolgen müssen, um die enormen Lasten im Griff zu behalten“, schätzt Dirk Bauerkämper. Dieses ist für On- und Offshore Windenergieanlagen gleichermaßen wichtig. „Die großen Offshore-Windparks auf See mit Stromtrassenanbindung ins Inland und die Onshore-Windkraftanlagen nahe am Verbraucher und den Industriezentren sind in vielen Ländern gleichermaßen wichtig für den Umbau der Energieversorgung“, erklärt Schlingmann.

Um auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Windkraftanlagen zu erhöhen, ein Problem besonders in den dicht besiedelten Industrienationen, unternimmt die Industrie erhöhte Anstrengungen: So werden zum Beispiel durch den Einsatz neuer Generatoren und die Optimierung der aerodynamischen Auslegung der Rotorblätter die Geräuschemissionen der Anlagen weiter reduziert.

Wenn es dann noch wirtschaftlich sinnvoll gelingt, die Windenergie gemeinsam mit Sonnenenergie, Biomasse oder Blockheizkraftwerken als „Hybride Kraftwerke“ zu koppeln und die gewonnene Energie in Form von Gas, Wärme oder etwa elektrisch zu speichern ist ein Weg vorgezeichnet, der die Innovationskraft der Industrie auch in den nächsten Jahren weiter fordern wird.

PM: Weidmüller

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