Künftige Landesregierungen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen können starken Impuls für Energiewende geben

Entscheidungskompetenz bei Windkraftanlagenbau / Foto: HB
In Brandenburg kann die preiswerte Windenergie an Land bereits eine Erfolgsgeschichte vorweisen / Foto: HB

In drei Bundesländern wurde gewählt und steht nun die Regierungsbildung bevor.

Die Landespolitik hat es in der Hand, jetzt noch einmal einen starken Impuls für ein Gelingen der Energiewende und für eine Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität zu geben.

(WK-intern) – Dies liegt durchaus im Interesse der Länder selbst, die so Wertschöpfung in die Regionen zurückholen können, machte der Präsident des Bundesverbandes Windenergie, Hermann Albers, deutlich.

„In Brandenburg kann die preiswerte Windenergie an Land bereits eine Erfolgsgeschichte vorweisen. Das Land belegt im Bundesländerranking Platz 2. Das DIW Econ hat herausgearbeitet, dass allein die Windbranche in Brandenburg für eine Wirtschaftsleistung in Höhe von jährlich fast 955,3 Millionen Euro und 5.360 Erwerbstätige steht. Im Freistaat Thüringen wurde viel für die Erneuerbaren Energien getan. Es gibt aber noch Nachholbedarf beim Ausbau der Windenergie. Der Freistaat Sachsen hat dagegen insgesamt noch viel ungenutztes Potenzial. Angesichts der Tatsache, dass sich die Bundesregierung mit der Novelle des EEG neue Ziele gesetzt hat, gilt es die Länderziele nach oben anzupassen. Zudem haben es die künftigen Regierungspartner in der Hand, einen eigenen starken Impuls in die Sektoren Wärme und Mobilität zu setzen. Beispielsweise wäre es vorstellbar, dass die Länder sich für ihren Immobilienbestand eigene ambitionierte Ziele setzen oder einen echten Flottenversuch im Bereich E-Mobilität auf den Weg bringen“, regte der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie an.

„Für uns ist es wichtig, dass bei der Energiewende der gesamte Energiesektor in den Blick genommen wird. Strom, Mobilität und Wärme müssen gemeinsam betrachtet werden. Dies wird nachhaltig dazu beitragen, die Abhängigkeit von Energieimporten zu senken. Der wichtige Zubau der Windenergie lässt sich sinnvoll in alle Sektoren integrieren. Viele Unternehmen unserer Branche sind hier bereits mit Pilotanlagen aktiv und beweisen so, dass die Herausforderungen eines auf Sonne und Wind basierenden neuen Energiemarktes zu lösen sind. Mit stark ausgebauten Nah- und Fernwärmesystemen gibt es gerade in den neuen Bundesländern ideale Voraussetzungen im Sektor Wärme. Fest steht, dass die Dezentralität moderner, erneuerbarer Energiesysteme die Wertschöpfung zurück in die Fläche holt. Dies ist gerade für die ostdeutschen Bundesländer wichtig“, unterstrich Hermann Albers.

Fakten zu den Bundesländern:

Brandenburg:
Windkraftanlagen: 3.275
Installierte Leistung: 5.233,29 MW
Politische Ziele:
Bisheriger Koalitionsvertrag SPD und LINKE: In der Perspektive gilt es, neben der Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung, den Anteil Erneuerbarer Energien weiter auszubauen. Um diese Zielsetzung zu verwirklichen, wird die Landesregierung Regelungen zum Vorrang und Ausbau Erneuerbarer Energien schaffen und die Energiestrategie 2020 des Landes diesbezüglich unter Einbeziehung landesweiter Netzwerke und Institutionen systematisch weiter entwickeln.

Thüringen:
Windkraftanlagen: 708
Installierte Leistung: 1.065,59 MW
Politische Ziele:
Bisheriger Koalitionsvertrag: CDU und SPD streben in Thüringen einen Anteil von 35 Prozent erneuerbarer Energie an der Stromproduktion und -nutzung bis 2020 an.

Sachsen:
Windkraftanlagen: 856
Installierte Leistung: 1.038,04 MW
Politische Ziele:
Bisheriger Koalitionsvertrag CDU und FDP: Den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch in Sachsen bis 2020 auf mindestens 24 Prozent erhöhen.

PM:  Der Bundesverband Windenergie e.V. – Ein starker Partner
Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) ist Partner von über 3.000 Unternehmen der Branche und vertritt rund 20.000 Mitglieder. Im BWE sind Know-how und Erfahrung der gesamten Branche konzentriert. Damit ist er erster Ansprechpartner für Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Medien.A

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