IHK-Energiewendebarometer 2014: Auswirkungen der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit

Umfrage: Energiewende hat negative Folgen für Wettbewerbsfähigkeit

Die Auswirkungen der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit bewerten 44 Prozent der Südbrandenburger Unternehmen negativ.

(WK-intern) – 47 Prozent der Befragten sehen für ihr Unternehmen „neutrale“ Auswirkungen, positive Stimmen gab es keine. Das ergibt die regionale Auswertung der bundesweiten Unternehmensbefragung „IHK-Energiewendebarometer 2014“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Damit sind die südbrandenburgischen Unternehmen überdurchschnittlich von der Energiewende belastet. Deutschlandweit geben 34 Prozent der Befragen an, dass die Energiewende ihre Wettbewerbsfähigkeit negativ belastet, nur noch 14 Prozent der Befragen bewerten die Energiewende positiv für ihr Unternehmen.

Aus Sicht der Unternehmen überwiegen damit  die Risiken der Energiewende die Chancen bei Weitem. Besonders betroffen sind Dienstleister, Handel und die Industrie. In dem Unternehmensbarometer ist deutlich ablesbar, dass die Überlegungen zunehmen, Produktion hierzulande einzuschränken. Dies betrifft insbesondere große, international agierende Unternehmen, die in Deutschland nur Betriebsstätten bzw. Niederlassungen haben.

Es zeigt sich zudem, dass die von vielen Unternehmen ergriffenen Maßnahmen zum besseren Energiemanagement die Folgekosten der Energiewende nur teilweise kompensieren können. Unter dem Strich ist die Differenz zwischen den deutschen und den internationalen Energiepreisen weiter gewachsen – mit allen Wettbewerbsnachteilen für den Standort Deutschland.

Für eine kurzfristig umsetzbare Kostenentlastung wäre aus Sicht der IHK vor allem die Senkung der Stromsteuer auf europäisches Niveau nötig. Weiterhin fordert die Wirtschaft, den Netzausbau sowie die Planungs- und genehmigungsverfahren zu beschleunigen.

Grundsätzlich sind Versorgungssicherheit und Kostenentwicklung bei der Energie immer drängendere Probleme für die deutsche Wirtschaft. Auch die Verlässlichkeit der politischen Rahmenbedingungen wird von den Unternehmen kritisch gesehen.

Die Broschüre „Energiewendebarometer 2014“ ist auf der Internetseite der IHK Cottbus als Download (Dok.-Nr.: 18569) erhältlich.

PM: Industrie- und Handelskammer Cottbus

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Top