Vattenfalls Braunkohleverstromung: Lausitzer Bergbaubetroffene wenden sich an den schwedischen Staat

Lausitzer Bergbaubetroffene sehen in Verkauf von Vattenfalls Kohlesparte keine Lösung

Stockholm – Betroffene des Lausitzer Braunkohlenbergbaus haben sich gemeinsam mit schwedischen Umweltorganisationen gegen einen Verkauf des Vattenfall-Konzerns durch den schwedischen Staat gewandt.

(WK-intern) – Das machten sie in einem Brief deutlich, den das schwedische Fernsehen svt vor dem TV-Duell der Spitzenkandidaten zur bevorstehenden Reichstagswahl veröffentlichte.

“Der schwedische Staatskonzern Vattenfall leistet nur dann einen Beitrag zum Klimaschutz, wenn er die Kohle im Boden lässt. Ein Verkauf, nachdem andere den Dreck machen, wäre scheinheilig und keine Lösung. Die neue schwedische Regierung sollte deshalb klar die Weichen auf ein schrittweises Auslaufen von Vattenfalls Braunkohleverstromung stellen.” sagt Friederike Böttcher vom Lausitzer Bündnis “Strukturwandel jetzt – kein Nochten II”.

Die Unterzeichner erinnern daran, dass Vattenfall aufgrund der Lausitzer Braunkohlekraftwerke doppelt so viel klimaschädliches Kohlendioxid emittiert wie das gesamte Land Schweden. Der Beitrag auf der wurde stellvertretend für die Lausitzer Betroffenen vom Sprecher der Bürgerinitiative Klinger Runde, Thomas Burchardt und der Sprecherin des Bündnisses “Strukturwandel jetzt” Friederike Böttcher sowie von der größten schwedischen Umweltorganisationen SNF, WWF Schweden und Greenpeace Schweden unterzeichnet.

Schweden erlebt seit mehreren Tagen eine intensive öffentliche Debatte zur Rolle Vattenfalls in Deutschland, bei der sich alle Parteien kritisch zur Braunkohleverstromung äusserten. Vattenfall ist zu 100 Prozent im Besitz des schwedischen Staates. Die schwedischen Regierung hat daher die Möglichkeit, Vattenfall durch Unternehmensdirektiven klare Vorgaben zu machen.

Der Beitrag ist im schwedischen Original hier abrufbar
http://www.svt.se/opinion/lat-kolet-stanna-i-marken

PM: GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus / www.kein-tagebau.de

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