Brandenburg soll Chancen der Energiewende mutig nutzen

Die Energiewende ist ein Fakt an dem auch eine Brandenburgische Landesregierung nicht mehr rütteln kann. Die Bundesregierung hat mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einen Zielrahmen für den Umbau der Energiewirtschaft gesteckt.

Danach wird der Anteil des Stroms aus Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 auf mindestens 80 Prozent erhöht. Als Zwischenziele ist für 2025 ein Anteil von 40–45 Prozent und bis 2035 ein Anteil von 55–60 Prozent definiert.

(WK-intern) – Brandenburg sollte alles daran setzen, überproportional an den von der Bundesregierung definierten Ausbauzielen teilzuhaben, forderte der Landesvorsitzende und Vizepräsident des Bundesverbandes WindEnergie Jan Hinrich Glahr angesichts der Debatte um die Rolle der Braunkohle im Landtagswahlkampf.

„Es ist bedauerlich, dass sich Teile der Landespolitik noch immer an das Auslaufmodell Braunkohle klammern, statt mutig die Chancen der Erneuerbaren Energien für die Wertschöpfung vor Ort zu ergreifen. Gerade hat das DIW Econ herausgearbeitet, dass allein die sich dynamisch entwickelnde Windbranche in Brandenburg für eine Wirtschaftsleistung in Höhe von jährlich fast 995,3 Millionen Euro und 5.360 Erwerbstätigen steht. Dabei nimmt Brandenburg bereits heute in der gesamten Breite an der Wertschöpfung der wachsenden Windbranche teil. Wir haben Hersteller, Zulieferer, Serviceunternehmen, Projektierer, Gutachter und Betreiber bei uns im Land. Bürgerinnen und Bürger und vor allem Gemeinden profitieren direkt von der Errichtung neuer Anlagen.

Die Energiewende wird umgesetzt, schafft Arbeitsplätze und sorgt für Wertschöpfung, wobei gerade die Windbranche mit ihrem hohem Exportpotential zugleich zur Stärke der deutschen Volkswirtschaft beiträgt. Wo und in welchen Regionen in Deutschland dies geschieht, hängt entscheidend von der Politik der Länder ab. Kein langfristig denkender Landespolitiker kann ein Interesse daran haben, die technologische und wirtschaftliche Entwicklung zu bremsen oder gar zu stoppen. Die Erneuerbaren werden die Kohle ersetzen. Die Frage ist nur, ob Brandenburg danach noch Energieland ist, oder Grünen Strom aus anderen Bundesländern einkaufen muss.

Unser Appell an die Landesregierung ist es, bereits heute darauf hinzuarbeiten, Steuereinnahmen und Beschäftigung für die Zeit nach 2030 zu sichern! Die Wertschöpfung der Windbranche liegt gleichauf mit der Landwirtschaft und hat mit der Energiestrategie 2030 des Landes ein klar ersichtliches Wachstumspotential. Im Umfeld der Erneuerbaren Energie werden bei Netztechnologien, Systemsteuerung, Demand Site Management, Speichertechnologien, Integration in den Wärmesektor und in die Mobilität weitere Beschäftigungspotentiale erschlossen. Schon heute sichern die Erneuerbaren Energien in Brandenburg insgesamt 20.100 Menschen eine Beschäftigung. Wir erwarten, dass die künftige Landesregierung in Brandenburg im Interesse dieser Beschäftigten handelt und die Akteure der Energiewirtschaft an einen Tisch bringt. Es gilt gemeinsam einen Weg zu definieren, der allen Beteiligten Investitionssicherheit bietet“, so Jan Hinrich Glahr.

Der Bundesverband Windenergie e.V. (BWE) bildet die gesamte Wertschöpfungskette der Windenergie ab. Er vertritt die Interessen von Herstellern, Zulieferern, Planern, Betreibern, Investoren und Dienstleistern auf Bundes- und Landesebene. In Brandenburg sind rund 800 Mitglieder organisiert. Insgesamt hat der Verband 25.000 Mitglieder.

PM: Bundesverband Windenergie e.V. (BWE)

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