Siemens-Prozessleitsystem mit 70 technischen Neuerungen

Prozessleitsystem mit Bildsprache / Pressefoto: Siemens
Prozessleitsystem mit Bildsprache / Pressefoto: Siemens

70 technische Neuerungen für Siemens-Prozessleitsystem

  • Upgrade Version 8.1 für Prozessleitsystem Simatic PCS 7 mit 70 technischen Neuerungen
  • Verbesserte Anwenderfreundlichkeit, Performance und Effizienz des Prozessleitsystems über den gesamten Anlagenlebenszyklus
  • Von Planung bis Wartung profitieren Projekteure, Bediener und Betreiber gleichermaßen

Ihr Prozessleitsystem Simatic PCS 7 hat die Siemens-Division Industry Automation im Upgrade auf Version 8.1 mit 70 technischen Neuerungen ausgestattet.

(WK-intern) – Diese verbessern die Anwenderfreundlichkeit, Performance und Effizienz des Prozessleitsystems von Siemens über den gesamten Lebenszyklus verfahrenstechnischer Anlagen – von der Planung bis zur Wartung. Projekteure profitieren von effizienteren Engineeringtools, Bediener vom höheren Komfort in der täglichen Arbeit und Betreiber durch eine höhere Systemverfügbarkeit und geringere Gesamtbetriebskosten.

Zwei Beispiele für das effizientere Engineering mit Simatic PCS 7 V8.1 sind das selektive Laden von Programmcodes und die Funktionalität “Type Change in Run”. Beim selektiven Laden von Programmcodes in die Automatisierungssysteme lädt der Projekteur nun gezielt seine individuellen Änderungen. Damit entfällt die sonst notwendige Abstimmungsarbeit im Projektteam und die Inbetriebnahme wird flexibler und wesentlich effektiver. “Type Change in Run” bringt beim Einsatz der neuen Simatic PCS 7 CPU 410 ebenfalls Verbesserungen im Engineering: Updates einzelner Bausteine können nun geladen werden, ohne das Automatisierungssystem in Stopp setzen zu müssen. Dies ist etwa bei Versionsupdates in der Betriebsphase von Vorteil, zum Beispiel beim Erweitern der Funktionalität eines bestehenden Motorbausteins.

Mehr Bedienkomfort und eine Entlastung der Bedienmannschaft in der täglichen Arbeit bieten die Advanced Process Graphics. Bislang als Optionsmodul verfügbar, und ab Version 8.1 in der Standardausführung des Leitsystems enthalten, setzt die Visualisierung bei Advanced Process Graphics auf konsistenten Einsatz dezenter Farben, einfache Formen und eindeutige Bildsprache in den Bedienbildern. Aufbereitete Anlagendaten in Form von Hybridanzeigen, Trendkurven und Spinnen-Diagrammen erleichtern die Arbeit der Bediener. Wichtige Trends in Produktionsprozessen werden angezeigt und Gesamtzusammenhänge zuverlässig visualisiert. Bei zunehmender Komplexität und erweiterten klassischen Bedienaufgaben vereinfacht dies die tägliche Operator-Arbeit.

Für eine höhere Verfügbarkeit, mehr Performance und geringere Gesamtbetriebskosten mit Simatic PCS 7 V8.1 stehen zum Beispiel die Systemerweiterungskarte SEC (System Expansion Card) für die Simatic PCS 7 CPU 410, der neue Baustein MPC 10×10 und neue Condition Monitoring-Bausteine. Mit der System Expansion Card für Simatic PCS 7 CPU 410 wird die Leistung des Controllers exakt an die jeweilige Automatisierungsaufgabe angepasst. Ohne Neustart des Automatisierungssystems kann der Anwender zum Beispiel die Anzahl der Prozess-Objekte bei zusätzlich benötigter Leistung heraufsetzen. Das Einplanen von Sicherheitsreserven entfällt und der Betreiber spart Investitionskosten. Der neue MPC 10×10-Baustein beherrscht als modellbasierter prädiktive Regler bis zu zehn Stell- und Regelgrößen. Mit ihm lassen sich anspruchsvolle Mehrgrößen-Regelungsaufgaben und noch höherwertigere Regelungsaufgaben einfach umsetzen, zum Beispiel ganze Destillationskolonnen optimal hinsichtlich Produktausbeute und Energieeinsatz betreiben. Die neuen Condition Monitoring-Bausteine in Upgrade V8.1 überwachen mechanische Komponenten wie Pumpen oder Ventile auf ihren einwandfreien Betrieb. Zustandsüberwachungskonzepte können so bei konsistentem Look & Feel direkt in das Leitsystem integriert werden. Betreiber gewinnen damit wertvolle Informationen über den Zustand ihrer Anlage, vermeiden ungeplante Ausfälle und sparen durch Überwachung und optimalen Betrieb ihrer Komponenten zusätzlich Energiekosten.

PM: Siemens

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