Die Nordpfalz feiert neuen Windpark links und rechts des Appelbachtals

Nervenkitzel bei Rettungsübung: Aus dem Maschinenhaus in 140 Metern Höhe wird eine Freiwillige abgeseilt. / Pressebild: juwi
Nervenkitzel bei Rettungsübung: Aus dem Maschinenhaus in 140 Metern Höhe wird eine Freiwillige abgeseilt. / Pressebild: juwi

Wichtiger Schritt für die Energiewende

Buntes Festprogramm der Ortsvereine

(WK-intern) – So geht Energiewende in der Pfalz: Am Wochenende feierten über 300 Bürger der Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel gemeinsam mit dem Projektentwickler juwi die Fertigstellung ihres neuen Windparks.

Zwar drehten sich auf den Anhöhen rund um das Appelbachtal schon seit dem Jahr 2000 die Rotoren mehrerer Windmühlen, in den vergangenen Monaten wurden die Altanlagen aber abgebaut und durch 13 neue, leistungsstärkere Windräder ersetzt. Über 100 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produziert der Windpark nun pro Jahr – genug für mehr als 26.000 Haushalte. Das Bürgerfest zu Füßen einer Anlage nutzten viele Besucher, um sich in lockerer Atmosphäre über die Energiewende zu informieren.

„Dieser Windpark ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg der Energiewende“, freute sich juwi-Regionalleiter Jan Kronenwerth. „Mit ihm kommen wir dem Ziel einer dezentralen Energieversorgung wieder ein Stück näher“. Auch Gerd Kunz, 2. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Alzenz-Obermoschel, und der 1. Beigeordnete der OG Alsenz, Klaus Landfried, lobten in ihren Grußworten den Beitrag zu einer sauberen Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen, den die neuen Windräder Tag für Tag leisten werden.

Nach rund 14 Jahren Laufzeit wurden die alten, leistungsschwächeren Windräder in den vergangenen Monaten komplett abgebaut. Zwei der fünf alten Windräder wurden in Osteuropa wieder aufgestellt, um dort weiterhin klimaneutral Strom zu produzieren. Das Material der restlichen drei Anlagen wird in Einzelteilen weiterverwendet, Windrad-Recycling sozusagen. „Jede der neuen Windkraftanlagen hat eine Leistung von drei Megawatt und wird mindestens viermal so viel Energie liefern wie eine der alten“, rechnet juwi-Regionalleiter Kronenwerth vor.

Der verwendete Anlagentyp ist perfekt für diesen Standort: Bei einer Nabenhöhe von 140 Metern können die Vestas-Windräder mit einem Rotordurchmesser von 112 Metern sehr konstant Strom erzeugen. Dieser wird zunächst über Erdkabel ins neu gebaute Umspannwerk zwischen Alsenz und Oberndorf transportiert, von dort ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

PM: juwi

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