juwi holt Wirtschaftsexperten Norbert Müller in den Aufsichtsrat

juwi Aufsichtsratschef Norbert Mueller / Pressefoto: juwi
juwi Aufsichtsratschef Norbert Mueller / Pressefoto: juwi

Wirtschaftsexperte Norbert Müller wird neuer Vorsitzender des juwi-Aufsichtsrats

Ex-Bankvorstand Hans-Theo Macke verstärkt ab Oktober das Aufsichtsgremium und unterstützt die Neuausrichtung des Energie-Spezialisten.

(WK-intern) – Die Gründer und Eigentümer der juwi AG, Fred Jung und Matthias Willenbacher, holen sich weiteren unabhängigen Sachverstand in den Aufsichtsrat ihres Unternehmens. Zum 1. Oktober 2014 wird Hans-Theo Macke (65), Bundesbankdirektor a.D., in das Aufsichtsgremium eintreten. Gleichzeitig scheidet Professor Dr. Norbert Willenbacher aus dem Aufsichtsrat aus. Seine Aufgabe als Vorsitzender übernimmt dann Norbert Müller, langjähriger Vorsitzender der Geschäftsleitung der weltweit tätigen Rittal International GmbH & Co. KG. Müller war zum 1. Januar 2013 in das Aufsichtsgremium eingetreten und hatte das Management bei der bereits 2012 begonnenen Neuausrichtung des Unternehmens unterstützt. Drittes Aufsichtsratsmitglied bleibt der Steuerberater Johannes Berg.
„Wir richten die juwi-Gruppe neu aus und schaffen so die Basis für stabile Ergebnisse und moderates Wachstum“, sagen Jung und Willenbacher. „Die Neubesetzung des Aufsichtsrats ist ein wichtiges, aktives Element dieser Neuausrichtung. Wir sind dankbar, dass wir mit Hans-Theo Macke einen ausgewiesenen und erfahrenen Finanzexperten gewinnen konnten, mit dem wir die derzeitige Restrukturierung aber auch die weitere Zukunft von juwi bewältigen wollen.“
Ex-Bankenvorstand Macke betont: „juwi verfügt über eine führende Position in einem sich schnell wandelnden, wachsenden, internationalen Marktumfeld. Das Unternehmen hat ein solides Kerngeschäft und in den vergangenen Jahren gezeigt, wie man mit innovativer Technologie und unternehmerischem Spirit wachsen kann. Nun gilt es, das Unternehmen an die extrem veränderten Rahmenbedingungen anzupassen und weiter professionell auszurichten. Ich freue mich, dass ich dazu einen Beitrag leisten kann.“

 

Der ausgewiesene Finanzexperte Hans-Theo Macke war beruflich mehr als 20 Jahre lang als Bankenvorstand tätig, unter anderem als Vorstand der Westerwald Bank eG, zuletzt Vorstandsvorsitzender, sowie Vorstandssprecher, bzw. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Genossenschafts Hypothekenbank AG (DGHYP). Als Vorstandsmitglied der DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, war der Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer zuständig für das Mittelstands- und Firmenkundengeschäft sowie für die Betreuung der Volks- und Raiffeisenbanken.
Der neue Vorsitzende des Aufsichtsrates Norbert Müller sagt: „juwi hat bereits seit 2012 tiefgreifende Weichenstellungen vorgenommen. Schwerpunkte des jetzigen Umbaus sind die weitere Fokussierung auf die Kernkompetenz sowie die Suche nach einem Investor, um das Unternehmen und die Kapitalbasis für profitables, moderates Wachstum vorzubereiten. Die Neuausrichtung ist eingeleitet, und ich werde meine Erfahrung einbringen, um juwi wieder auf guten Kurs zu bringen.“
Norbert Müller hat die erfolgreiche Unternehmensgruppe Rittal von Beginn an bis zu seinem Ausscheiden Ende 2008 in verantwortlichen Positionen sehr engagiert zu einem international führenden Systemanbieter für Gehäuse- und Schaltschranktechnik mit weltweit mehr als 11.000 Mitarbeitern mit entwickelt – seit 1987 als Geschäftsführer und ab 2001 als Vorsitzender der Geschäftsführung. Heute gibt Müller sein in der Praxis erprobtes Wissen in dem von ihm gegründeten Beratungsunternehmen advacon GmbH & Co. KG in Asslar weiter und hat verschiedene Aufsichtsratsmandate inne.
In 2012 wurde Müller zum Vorstandsvorsitzenden des Competence Center Duale Hochschulstudien (CCD) gewählt – ein Zusammenschluss von mehr als 600 vorwiegend hessischen Unternehmen in einem Verein, der in Partnerschaft mit der TH Mittelhessen die Duale Hochschule StudiumPlus in Wetzlar betreibt.
Als führendes Unternehmen im Bereich Projektentwicklung und Betriebsführung für erneuerbare Energien verfügt juwi über ein gesundes Geschäftsmodell. Das Unternehmen war mit Ausnahme des letzten Jahres stets profitabel und beabsichtigt, dies durch die eingeleiteten Maßnahmen im kommenden Jahr wieder zu sein.


Gut gefüllte Projektpipeline

Dazu trägt auch eine gut gefüllte, stabile Projektpipeline bei. Im Kerngeschäftsfeld Windenergie Onshore Deutschland will der Wörrstädter Energiespezialist auch künftig die installierte  Leistung von 200 bis 300 Megawatt pro Jahr fortschreiben. Allein seit Jahresbeginn hat juwi in Deutschland bereits 62 Windenergie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 172 Megawatt (MW) ans Netz angeschlossen, vor allem in Rheinland-Pfalz, Bayern und Nordrhein-Westfalen – bis zum Jahresende werden diese Zahlen in etwa verdoppelt. Bundesweit sind zudem weitere Projekte begonnen worden, zum Beispiel am Galgenberg in der Nähe von Kaiserslautern (8 x Enercon E-101) sowie am Galgenkopf im hessischen Hohenstein am Taunusrand (3 x GE 2.5).

Im Ausland hat juwi ebenfalls eine gut gefüllte Pipeline, zusätzlich zur Windenergie hier auch im Bereich Solarenergie. Mehrere Großprojekte stehen kurz vor der Realisierung, unter anderem in Uruguay, Südafrika, den USA und Australien. Allein in diesen vier Ländern erwartet juwi 2014/2015 eine installierte Leistung von mehr als 200 Megawatt. Dazu kommen zahlreiche kleinere Projekte in Chile, Japan und Großbritannien. Das 50-Megawatt-Windpark-Projekt „Melowind“ in Uruguay (20 Nordex-Anlagen) wurde an die Grünstromtochter eines italienischen Energieversorgers verkauft, in den USA hat juwi mit dem Bau mehrerer neuer Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 70 MW beginnen können.

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