Energiewende: NRW-Staatssekretär informiert sich in der Umspannanlage Niederrhein

v.l.n.r. vorne: Franz-Josef Lersch-Mense, Chef der Staatskanzlei NRW; Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG; hinten: Dr. Christoph Epping, Leiter Projektgruppe Energiewende NRW; Claudia Bönninghausen, stellvertretende Leiterin Energiewende NRW; Rainer Hegmann, Leiter Hauptregion Rhein-Ruhr der RWE Deutschland AG
v.l.n.r. vorne: Franz-Josef Lersch-Mense, Chef der Staatskanzlei NRW; Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG; hinten: Dr. Christoph Epping, Leiter Projektgruppe Energiewende NRW; Claudia Bönninghausen, stellvertretende Leiterin Energiewende NRW; Rainer Hegmann, Leiter Hauptregion Rhein-Ruhr der RWE Deutschland AG

Energie-Experten der Staatskanzlei NRW informieren sich bei RWE zum Stand der Energiewende

Zukunft der Stromverteilnetze steht im Fokus des Gesprächs

(WK-intern) – Der Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, Staatssekretär Franz-Josef Lersch-Mense, informierte sich heute in der Umspannanlage Niederrhein über Themen der Energiewende. Eingeladen hatte die RWE Deutschland zu diesem Besuch.

Im Rahmen eines vierstündigen Arbeitsgesprächs tauschten sich Vertreter von RWE mit den Gästen von der Staatskanzlei intensiv zur Energiewende aus. Schwerpunkte der Diskussion waren die Aufgabe und Rolle der Stromverteilnetze in der dezentralen Versorgungsstruktur. Zudem wurden die Anforderungen betrachtet, die in der Zukunft auf die Verteilnetze zukommen.

Staatssekretär Lersch-Mense betonte: „In der Öffentlichkeit wird aktuell vorwiegend über die großen Übertragungsnetze diskutiert. Es ist aber notwendig, dass zukünftig die besondere Rolle der Verteilnetze für den Erfolg der Energiewende stärker beachtet wird.“

„Die Energiewende findet in den Verteilnetzen statt, sie sind ein Schlüssel zu deren Erfolg. Weit mehr als 90 Prozent der installierten Leistung aus erneuerbarer Energie sind an die Verteilnetze angeschlossen“, unterstrich Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland.

So stehen die Verteilnetze vor der zunehmenden Herausforderung, die stark steigenden Einspeisemengen aus erneuerbarer Energie (EEG-Anlagen) aufzunehmen. Neuhaus wies auf die veränderten Aufgaben der Netzinfrastruktur in ländlichen Regionen hin, da dort die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien den Bedarf häufig deutlich übersteigen würde. Deshalb sei eine stärkere Integration regionaler Energiesysteme erforderlich.

RWE Deutschland setzt mit seiner Verteilnetz-Tochter Westnetz schon jetzt zahlreiche Maßnahmen um, die auf die Energiewende einzahlen. „Am Niederrhein ist die Umspannanlage Niederrhein als intelligenter Verschiebebahnhof der elektrischen Energie ein wichtiger Knotenpunkt“, sagte Neuhaus. Alleine im Gebiet des Regionalzentrums Niederrhein, das große Teile der Kreise Wesel und Kleve einschließt, gibt es annähernd 12.000 EEG-Anlagen, von denen rund 87 Prozent Photovoltaikanlagen sind. Dies stellt enorme Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Verteilnetze, die kontinuierlich optimiert werden müssen, damit sie auch in Zukunft mit der gewohnt hohen Zuverlässigkeit funktionieren.

Lösungen für den starken Zuwachs an PV-Anlagen bieten intelligente Betriebsmittel, die von der Westnetz vermehrt eingesetzt werden. In Rees, Sonsbeck und Hamminkeln hat der RWE-Verteilnetzbetreiber bereits regelbare Ortsnetzstationen in das Netz integriert. Sie gleichen Leistungsschwankungen aus, wenn nachts und an sonnenarmen Tagen die Photovoltaik-Anlagen keine Leistung in das Stromnetz einspeisen. So sichern die Stationen eine gleichmäßige Spannung im Netz und gewährleisten damit eine sichere Stromversorgung. Gleichzeitig erhöht sie die Aufnahmekapazität des Netzes für erneuerbare Energien ohne kapitalintensiven Netzausbau.

Am Niederrhein steuert die Netzleitstelle in der Umspannanlage Niederrhein die Stromversorgung von etwa 550.000 Haushalten. Zu den wichtigsten Aufgaben des Teams der Netzführung zählt die Überwachung des Verteilnetzes und die Steuerung von Zu- und Abschaltungen von Leitungen und technischen Anlagen.

Die RWE Deutschland AG mit Sitz in Essen verantwortet die deutschen Aktivitäten des RWE-Konzerns in den Bereichen Netz, Vertrieb und Energieeffizienz und führt die deutschen Regionalgesellschaften. Das Unternehmen verfügt über rechtlich eigenständige Tochter-gesellschaften für den Vertrieb, den Verteilnetzbetrieb, das Zählerwesen und den Vertrieb technischer Dienstleistungen. Weitere Töchter sind für die Aktivitäten rund um die Energieeffizienz einschließlich Elektromobilität und für die Gasspeicher verantwortlich. Sie ist an rund 70 regionalen und kommunalen Energieversorgern beteiligt und beschäftigt rund 19.000 Mitarbeiter.

PM: RWE

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