Feldheimer Windpark: Erster Spatenstich für Batteriespeicher

Spatenstich: von li. Nach re.: Ralf Gronemeier, stellvertetender Bürgermeister Treuenbrietzen; Wolfgang Lorenz, Landkreis Potsdam-Mittelmark; Petra Richter, Ortsvorsteherin Feldheim; Michael Raschemann, Geschäftsführer Energiequelle GmbH; Ralf Christoffers, Minister Wirtschaft und Europaangelegenheiten/Brandenburg; Hans-Dieter Kettwig, Geschäftsführer Enercon GmbH; Hermann Albers, Präsident Bundesverband Windenergie; Philipp Vohrer, Geschäftsführer Agentur Erneuerbare Energien / Pressebild: Energiequelle GmbH
Spatenstich: von li. Nach re.: Ralf Gronemeier, stellvertetender Bürgermeister Treuenbrietzen; Wolfgang Lorenz, Landkreis Potsdam-Mittelmark; Petra Richter, Ortsvorsteherin Feldheim; Michael Raschemann, Geschäftsführer Energiequelle GmbH; Ralf Christoffers, Minister Wirtschaft und Europaangelegenheiten/Brandenburg; Hans-Dieter Kettwig, Geschäftsführer Enercon GmbH; Hermann Albers, Präsident Bundesverband Windenergie; Philipp Vohrer, Geschäftsführer Agentur Erneuerbare Energien / Pressebild: Energiequelle GmbH

Startschuss für den Bau des Regionalen Regelenergiekraftwerkes (RRKW)

Minister Christoffers: Land Brandenburg strebt vollständige Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien an

(WK-intern) – Feldheim – Der Feldheimer Batteriespeicher geht in den ersten Bauabschnitt. Gemeinsam mit dem brandenburgischen Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Ralf Christoffers (Die Linke), und des stellvertretenden Treuenbrietzener Bürgermeisters Ralf Gronemeier setzten die Verantwortlichen der beteiligten Unternehmen heute den symbolischen Ersten Spatenstich. Begleitet wurde die Zeremonie wurde von zahlreichen Gästen aus Politik und Gesellschaft.

Die erste Bauphase umfasst die Errichtung des 17 mal 30 Meter großen Speichergebäudes. Jeder der sieben Räume der Halle wird 24 Schränke mit jeweils 20 Lithium-Ionen-Module beherbergen. Die 3360 Speichermodule werden es dann auf eine Gesamtleistung von 10 Megawatt (MW) bzw. auf eine Kapazität von rund 10.000 Kilowattstunden (kWh) bringen. Die Akkuzellen stammen vom koreanischen Hersteller LG, der Windanlagenhersteller Enercon wird die anspruchsvolle Wechselrichtertechnik beisteuern. Der Speicher wird in direkter Nähe zum Feldheimer Windpark errichtet; die Fertigstellung erfolgt noch in diesem Jahr.
Die Batterie stellt sogenannte Regelleistung für die Stabilisierung des Stromnetzes zur Verfügung. Regelleistung ist notwendig, um die Abweichungen zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Strom auszugleichen. Bei einem Stromüberangebot, z. B. zu windstarken Zeiten, nimmt der Batteriespeicher Strom auf, bei mangelnder Stromproduktion, etwa bei Windflauten, wird Strom in das Netz abgegeben. Bislang werden die Schwankungen in der Stromversorgung aus Photovoltaik- und Windenergieanlagen über fossile Kraftwerkskapazitäten ausbalanciert.

Das Land Brandenburg unterstützt im Rahmen seiner technologieoffenen Speicherinitiative die Erprobung verschiedener Technologien zur Speicherung von Strom. Das Feldheimer Batteriespeicherprojekt fördert die Landesregierung mit rund fünf Millionen Euro aus ihrem RENplus-Programm. Dabei handelt es sich um Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie um Landesmittel.

Minister Christoffers sagte beim Spatenstich: „Brandenburg ist beispielgebend beim Ausbau der erneuerbaren Energien – und ist für dieses Engagement bereits dreimal mit dem ‚Leitstern‘, dem Bundesländerpreis der Agentur für erneuerbare Energien, ausgezeichnet worden. Wir streben eine vollständige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien an. Diese wird aber nur möglich sein, wenn es gelingt, den Strom aus Wind oder Sonne stets bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen. Hierzu bedarf es erheblicher Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen, damit verschiedene Speichertechnologien erprobt und zur Marktreife gebracht werden können. Der in Feldheim entstehende Batteriespeicher leistet hier einen wichtigen Beitrag auf dem Weg der Systemintegration der erneuerbaren Energien in eine sichere Stromversorgung.“

Die gesamte Investitionssumme beträgt rund 12,8 Millionen Euro. Die Differenz wird von der Projektgesellschaft aufgebracht, an der die Energiequelle GmbH und die Enercon GmbH beteiligt sind. Die Zossener Energiequelle wird als erfahrener Betriebsführer das technische und kaufmännische Management des Speichers übernehmen.

Über die Energiequelle GmbH
Die Energiequelle GmbH besteht seit 1997. Mit seinen rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten Bremen, Zossen (Brandenburg), Penzing (Bayern), und Rennes (Bretagne) ist das Unternehmen im ganzen Spektrum der Erneuerbaren Energien an Land zu Hause. Bis heute hat die Firma Anlagen mit einer Gesamtkapazität von über 1.000 MW sowie Umspannwerke mit 1.340 MVA schlüsselfertig errichtet. Im Bereich der technischen und kaufmännischen Betriebsführung von regenerativen Kraftwerken und Umspannwerken gehört die Energiequelle GmbH zu den bundesweit leistungsstärksten Unternehmen: Derzeit werden über 1.100 MW Leistung betreut, davon rund 110 MW im Ausland. Neben vielen Vorhaben in Deutschland hat die Gesellschaft in den letzten fünf Jahren zahlreiche Projekte in Spanien, Italien und Frankreich umgesetzt. Im Energieautarken Dorf Feldheim (Brandenburg) arbeitet die Energiequelle derzeit gemeinsam mit Partnerunternehmen an einem 10 MW-Batteriespeicher zur Bereitstellung von Primärregelleistung.

PM: Energiequelle GmbH

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top